Förderbank steigt ein

Neuer Ankerinvestor für Zeroavia

Die UK Infrastructure Bank hat sich an der jüngsten Finanzierungsrunde des Wasserstoff-Start-ups Zeroavia als Ankerinvestor beteiligt. Es entwickelt wasserstoff-elektrische Flugzeugantriebe.

Neuer Ankerinvestor für Zeroavia

UK Infrastructure Bank investiert in Wasserstoff-Start-up Zeroavia

Britische Förderbank setzt auf emissionsfreies Fliegen

hip London

Das auf Flugzeugantriebe spezialisierte Wasserstoff-Start-up Zeroavia hat die UK Infrastructure Bank als Investor gewonnen. Wie die britische Förderbank mitteilte, beteiligte sie sich an der jüngsten Finanzierungsrunde (Series C) mit 32 Mill. Pfund. Damit gehört sie neben Airbus, Barclays Sustainable Capital und die saudische Neom zu den Ankerinvestoren des britisch-kalifornischen Unternehmens, das im Vereinigten Königreich drei Standorte unterhält. Das Investment werde bei der Durchführung der ersten kommerziellen Nullemissionsflüge helfen, sagte Zeroavia-Chef Val Miftakhov. Der Seriengründer verkaufte zuvor die von ihm gegründete Emotorwerks an den italienischen Versorger Enel.

"Wegbereitende Technologie"

"Luftfahrt und Wasserstoff sind Branchen, in denen wesentliche private Investitionen nötig sind, um Net Zero zu erreichen", sagte Ian Brown, Head of Banking & Investments bei der Förderbank. "Unser Eigenkapital schafft Vertrauen bei den Investoren. Dadurch hat es die nötigen privaten Investitionen angezogen, die für die weitergehende Entwicklung dieser wegbereitenden Technologie erforderlich sind." Das sollte zudem die Entwicklung und den Einsatz von Wasserstofftechnologie in anderen schwer zu dekarbonisierenden Branchen vorantreiben. Insgesamt spielte die Kapitalmaßnahme 116 Mill. Dollar ein.

Ehrgeizige Pläne

Zeroavia wurde Anfang 2018 gegründet. Ein Jahr später fand in den Vereinigten Staaten der erste emissionsfreie Testflug eines sechssitzigen Flugzeugs statt. Mittlerweile hat das Unternehmen 250 Mitarbeiter. Bis Ende 2025 will es einen wasserstoff-elektrischen Antrieb für Flugzeuge mit 9 bis 19 Passagieren und einer Reichweite von 300 Meilen (556 km) am Start haben. Zwei Jahre später sollen der Website des Unternehmens zufolge auch Maschinen mit 40 bis 80 Sitzen und einer Reichweite von bis zu 1.000 Meilen emissionsfrei fliegen können. 2029 sollen Flugzeuge mit bis zu 200 Sitzen und einer Reichweite von 2.000 Meilen folgen.

Im Juli führte Zeroavia in Großbritannien einen Testflug mit einer Dornier 228 mit wasserstoff-elektrischem Antrieb durch. Dabei wurde die von der Luftfahrtbehörde CAA genehmigte Maximalgeschwindigkeit erreicht.

BZ+
Jetzt weiterlesen mit BZ+
4 Wochen für nur 1 € testen
Zugang zu allen Premium-Artikeln
Flexible Laufzeit, monatlich kündbar.