Herbert Diess

Unruhestifter von Wolfsburg

Am 9. Dezember stimmte der Aufsichtsrat von Volkswagen einer Erweiterung des Konzernvorstands zu. Eine wesentliche Nachricht, die in der Beschlussmitteilung gar nicht enthalten war, lautete aber: Herbert Diess bleibt Vorstandschef.

Unruhestifter von Wolfsburg

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Am 9. Dezember stimmte der Aufsichtsrat von Volkswagen einer Erweiterung des Konzernvorstands zu. Eine wesentliche Nachricht, die in der Beschlussmitteilung gar nicht enthalten war, lautete aber: Herbert Diess bleibt Vorstandschef. Dass der 63-Jährige, der erst im Juli einen neuen, bis Oktober 2025 laufenden Vertrag erhalten hatte, Konzernlenker bleibt und den Umbau von Europas größtem Autobauer zu einem softwareorientierten Mobilitätsanbieter weiter vo­rantreiben wird, erschien im Herbst wieder fraglich. Diess, in Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit von VW, brachte die Belegschaft und das Land Niedersachsen mit Überlegungen für einen Abbau von 30000 Stellen in Wolfsburg gegen sich auf. Nach neuen In­vestitionszusagen für die Werke hat sich die Aufregung gelegt. Der von den Eigentümerfamilien Porsche und Piëch gestützte Unruhestifter an der Konzernspitze gibt Aufgaben ab, sieht sich selbst aber nicht ge­schwächt. Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch bezeichnet ihn als „Motor des Wandels“.

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