Telekommunikation

Der Balanceakt von Telefónica

Für die Aktionäre von Telefónica kommt es hart. Seit Ausbruch der Pandemie ist der Kurs um ein Drittel eingebrochen. Nun kappt der spanische Telekomkonzern auch noch die Dividende um ein Viertel. Allerdings war die Vergütung von bisher 0,40 Euro pro...

Der Balanceakt von Telefónica

ths

Für die Aktionäre von Telefónica kommt es hart. Seit Ausbruch der Pandemie ist der Kurs um ein Drittel eingebrochen. Nun kappt der spanische Telekomkonzern auch noch die Dividende um ein Viertel. Allerdings war die Vergütung von bisher 0,40 Euro pro Aktie für die spanische Börse sowie die Branche recht großzügig, wie sich der Vorsitzende von Telefónica, José María Álvarez-Pallete, rechtfertigt. Der Konzern braucht schlicht viel Geld für Investitionen in die Netze der Zukunft, wie bei den Auktionen vom 5G-Spektrum. Dabei dürfen die Spanier ihren nach wie vor hohen Schuldenberg nicht außer Acht lassen, denn man bewegt sich unweit des Abstiegs zum Ramschstatus. Dank des Kapitalüberflusses an den Märkten und der Negativzinsen hat Telefónica die durchschnittliche Zinslast auf 3,11% drücken können. Bei Verbindlichkeiten von jetzt noch 35 Mrd. Euro kommt dabei grob gerechnet immer noch gut eine Milliarde Euro an Zinszahlungen heraus. Mit dem massiven Stellenabbau in Spanien ist auch der Spielraum bei den Kosten ausgeschöpft. Es ist also zu vertreten, dass nun die Aktionäre etwas zurückstecken müssen.