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Redaktion

WERTBERICHTIGT

Galten bisher die Flugkapitäne der Pilotengewerkschaft Cockpit mit ihren nicht enden wollenden Streikaufrufen als die Buhmänner der Airlines, dürften sich gestern die Karlsruher Richter mit ihrer Billigung der Luftverkehrsteuer an die Spitze der Verfemten gedrängelt haben. Diese "Schadsteuer" sei wettbewerbsverzerrend, mache die hiesigen Airlines flügellahm und schädige den Standort Deutschland, kritisierten die Verbände unisono. Die Genehmigung der Abgabe durch das Bundesverfassungsgericht sei dementsprechend umso befremdlicher. Schließlich hätten deutsche Fluggesellschaften seit Einführung der Steuer ihre Angebote an hiesigen Flughäfen um knapp 5 % reduzieren müssen, rechnet der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft vor. Da gleichzeitig aber europäische Wettbewerber ihre Starts von deutschen Flughäfen um 10 % ausweiteten, zeigt das Minus hiesiger Airlines weniger die Schädlichkeit der Luftverkehrsteuer als vielmehr die dringende Notwendigkeit bei Lufthansa, Air Berlin & Co, ihr aufgeblähtes Streckennetz im Zuge verstärkter Sanierungsanstrengungen einzudampfen. So schädlich kann das nicht sein.

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Börsen-Zeitung, 06.11.2014, Autor Ulli Gericke, Nummer 213, Seite 8, 141 Wörter

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