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Redaktion

Cyber-Policen gewinnen an Bedeutung - Scor betont Eigenständigkeit

tl Monte Carlo - Rückversicherer werden als Risikoträger mehr denn je gebraucht. Der Preis für die entsprechenden Deckungen reicht aber im Branchenschnitt nicht aus, um die Kapitalkosten zu verdienen. Da auch im kommenden Jahr bei den nächsten Verhandlungen über die Erneuerung oder den Neuabschluss der Verträge in der Breite nicht mit Preiserhöhungen gerechnet wird, wurde auf dem jährlichen Branchentreffen "Les Rendez-Vous de Septembre" in Monte Carlo intensiv über neue Geschäftsfelder diskutiert.

Dazu gehören Absicherungen gegen Cyberrisiken. Konsens besteht unter den großen europäischen Rückversicherern Munich Re, Swiss Re, Hannover Re und Scor, dass es eine große Nachfrage nach solchen Deckungen gibt. Einig ist man sich auch, dass die Branche diesen Bedarf befriedigen muss. Allerdings sind die Gesellschaften bei den Lösungen unterschiedlich weit. Während die Munich Re Cyber-Versicherung als eines ihrer strategischen Wachstumsfelder ansieht und bei ihrer Präsentation in Monte Carlo zum Hauptthema machte, will Swiss Re keine Zahlen zu den Beitragseinnahmen nennen, auch wenn Cyber als Wachstumsfeld bezeichnet wird.

Hannover-Rück-Chef Ulrich Wallin sieht zwar das starke Wachstum dieses Geschäfts, verweist aber auf das Klumpenrisiko und die schwierige Quantifizierbarkeit der Risiken, die bis zum Cyberkrieg reichen können. Hannover Rück unterstütze ihre Kunden aber bereits aktiv.

Sehr viel skeptischer ist Scor. Schadenchef Victor Peignet warnt vor Klumpenrisiken und stellt in Frage, ob diese überhaupt versicherbar sind. Scor habe deshalb bisher kein Cyber-Risk-Portfolio aufgebaut, sondern befinde sich noch in der Risikobewertung bei den einzelnen Kunden.

Insgesamt sieht sich Scor angesichts eines durchschnittlichen Beitragswachstums von 11 % und einer Dividendenrendite von 5,6 % über die vergangenen zehn Jahre sehr gut am Markt positioniert. "Uns geht es fantastisch. Wir brauchen daher keine Unterstützung und damit auch keinen Merger", sagte CEO Denis Kessler. Anlass ist die vor zwei Wochen geäußerte Absicht des französischen Versicherers Covéa, mit Scor Übernahmegespräche führen zu wollen. Scor hatte das abgelehnt.

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Börsen-Zeitung, 11.09.2018, Autor tl Monte Carlo, Nummer 174, Seite 1, 298 Wörter

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