Löhne

Kaufkraft 2023 annähernd gesichert

Die Tariflöhne schaffen es in diesem Jahr annähernd, die Kaufkraft der Beschäftigten zu sichern. Allerdings befinden sich die Tariflöhne preisbereinigt nach den hohen Vorjahresverlusten erst wieder auf dem Stand von 2016.

Kaufkraft 2023 annähernd gesichert

Kaufkraft 2023 annähernd gesichert

ast Frankfurt

Die Tariflöhne steigen in Deutschland in diesem Jahr um nominal durchschnittlich 5,6% gegenüber 2022. Das geht aus der vorläufigen Jahresbilanz hervor, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) am Donnerstag vorgelegt hat. Die hohen Tarifzuwächse erklären die Ökonomen mit der sehr hohen Inflationsrate. Angesichts der für das Gesamtjahr zu erwartenden Teuerungsrate von 6,0% ergäbe sich daher ein Rückgang der tariflichen Reallöhne von 0,4%. Allerdings räumen die WSI-Forscher ein, dass die in zahlreichen Unternehmen gezahlte steuerfreie Inflationsprämie nicht in die Berechnung mit einfließen kann. „Die Kaufkraft der Tarifbeschäftigten konnte im Jahr 2023 annähernd gesichert werden“, sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Thorsten Schulten. „Allerdings bleiben die erheblichen Reallohnverluste der beiden Vorjahre, die nicht innerhalb einer einzigen Tarifrunde ausgeglichen werden können.“ Nachdem die Tariflöhne in den 2010er Jahren stetig gestiegen waren, legten die Preise 2021 und vor allem 2022 deutlich stärker zu als die Löhne. Daher befinden sich die Tariflöhne nun preisbereinigt wieder auf dem Niveau von 2016.

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