Tierbedarf

Dämpfer für Zooplus nach Übernahme durch Bieter

Dienstag, 16.11.: Der wochenlange Übernahmekampf um Zooplus hat am Markt für Aufsehen gesorgt. Nach dem Bündnis der Streithähne Hellman & Friedman und EQT um den Erwerb des von ihnen begehrten Online-Tierbedarfshändlers ist nunmehr klar, wer künftig...

Dämpfer für Zooplus nach Übernahme durch Bieter

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Dienstag, 16.11.:

Der wochenlange Übernahmekampf um Zooplus hat am Markt für Aufsehen gesorgt. Nach dem Bündnis der Streithähne Hellman & Friedman und EQT um den Erwerb des von ihnen begehrten Online-Tierbedarfshändlers ist nunmehr klar, wer künftig das Sagen beim MDax-Mitglied hat. Es sind die beiden Finanzinvestoren, die nach jüngstem Stand im Rahmen ihrer zuletzt nochmals erhöhten Übernahmeofferte an die Aktionäre 82% des Grundkapitals kontrollieren. Das ist für das Duo zugleich Ansporn, das Unternehmen komplett unter die Fittiche zu bekommen, schließlich will es Zooplus von der Börse nehmen. Dafür berappt es 3,7 Mrd. Euro für eine Firma, die 2020 insgesamt 1,8 Mrd. Euro umgesetzt hat. Am Dienstag kommender Woche geht es bei Zooplus aber nicht mehr um die Übernahme an sich, sondern um das Zahlenwerk. Der Vorstand veröffentlicht seinen Zwischenbericht zum dritten Quartal. Das findet wohl am Markt nicht mehr so viel Beachtung, schließlich sind die künftigen Eigentumsverhältnisse geklärt. Kursschwankungen sind ohnehin kaum möglich, da die (verlängerte) Frist für die Annahme des Übernahmeangebots noch bis zum 22. November läuft. Das Duo bietet 480 Euro je Aktie. Transaktionskosten der Übernahme schlagen bei Zooplus indes ins Kontor. Zuletzt musste deshalb Zooplus die Erwartung für das operative Ergebnis 2021 nach unten korrigieren. Statt ursprünglich erwarteten bis zu 80 Mill. Euro sind fürs Ebitda nur noch bis zu 35 (i.V. 63) Mill. Euro möglich. Für Zooplus ist das ein herber Dämpfer.