G7

Berlin drängt bei Impfstoffverteilung

Deutschland macht in der Gruppe der sieben führenden Industrieländer (G7) Druck, damit auch die ärmsten Staaten in den kommenden Jahren an Corona-Impfstoffe gelangen. Kanzlerin Angela Merkel sagte am Mittwoch, sie hoffe, dass auch die USA „in...

Berlin drängt bei Impfstoffverteilung

Reuters Berlin/London

Deutschland macht in der Gruppe der sieben führenden Industrieländer (G7) Druck, damit auch die ärmsten Staaten in den kommenden Jahren an Corona-Impfstoffe gelangen. Kanzlerin Angela Merkel sagte am Mittwoch, sie hoffe, dass auch die USA „in absehbarer Zeit“ in die Versorgung der Welt mit Impfstoffen einsteigen würden. Derzeit sei dies noch „so gut wie nicht“ der Fall, und Deutschland sei der größte Geldgeber für die internationale Impfstoff-Allianz Covax. Sie setze aber auf eine künftig sehr enge Zusammenarbeit EU/USA zur Versorgung der Welt mit Impfstoff. Dies sei auch in den kommenden Jahren nötig.

Das Thema war auch Gegenstand der Beratungen der Außenminister der G7. Der deutsche Ressortchef Heiko Maas sagte am Rande des Treffens in London, man sei sich einig gewesen, im Rahmen der internationalen Covax-Initiative ärmeren Staaten länger und mit mehr Impfstoff zu helfen. Die westlichen Industrieländer finanzierten schon jetzt den größten Teil von Covax. Später fügte er hinzu, die Lieferung von Impfstoff dürfe nicht mit „politischen Gefälligkeiten“ verbunden werden. Zuvor hatte er Russland und China vorgeworfen, bei ihrer „Impfstoff-Diplomatie“ dies zu tun. Dies sei bei den westlichen Hilfen nicht der Fall. Neben Deutschland und den USA bilden Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada und Japan die G7.