Studie

Mindeststeuer birgt praktische Probleme

Die geplante globale Mindeststeuer für Unternehmen könnte laut einer Studie zu einer rechtlich unsicheren Lage führen. Auch zu einer Doppelbesteuerung könnte es demnach kommen.

Mindeststeuer birgt praktische Probleme

Reuters Berlin

Die globale Mindeststeuer wird einer Deloitte-Studie für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) zufolge je nach Umsetzung vor allem in den ersten Jahren praktische Probleme mit sich bringen. Zu befürchten sei zunächst eine rechtlich unsichere Lage für Unternehmen, hieß es. Es gebe zudem das Risiko einer Doppelbesteuerung. Für Konzerne sei es nun entscheidend, möglichst schnell Planungssicherheit zu bekommen und eine EU-weite Umsetzung mit möglichst geringen Nebenwirkungen.

Knapp 140 Länder hatten sich zuletzt auf Details einer globalen Steuerreform geeinigt, die ab 2023 greifen soll. Teil davon ist die Mindeststeuer in Höhe von 15% für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Mill. Euro. Das soll vermeiden, dass weltweit tätige Konzerne immer mehr Aktivitäten in Steueroasen verlegen – und so in machen Fällen trotz gigantischer Umsätze nur auf eine sehr geringe Steuerquote kommen.

Laut Studie sollte die Umsetzung nah an den Vorgaben der OECD bleiben, die die Verhandlungen organisiert hatte. Es müsse einfach zu nutzende Datengrundlagen und Mechanismen zur Streitbeilegung geben. Neue Steuern müssten vermieden werden – die VBW verwies auf Pläne für eine Finanztransaktionssteuer, Digitalsteuern in bestimmten Ländern und einen steuerähnlichen CO2-Grenzausgleich.

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