Alibaba leidet unter Konsumflaute
Alibaba leidet unter Konsumflaute
Reuters Schanghai
Der chinesische Online-Riese Alibaba hat wegen einer schwächeren Nachfrage die Markterwartungen für das abgelaufene Quartal verfehlt. Der Gesamtumsatz habe im ersten Quartal bei 247,65 Mrd. Yuan (rund 30 Mrd. Euro) gelegen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Analysten hatten mit 252,92 Mrd. Yuan gerechnet. Die in den USA notierten Aktien des Unternehmens gaben im vorbörslichen Handel 1,5% nach.
Der schwache Onlinehandel überschattete das starke Wachstum im Cloud-Geschäft. In diesem Bereich wuchs der Umsatz um 26% auf 33,40 Mrd. Yuan und beschleunigte sich damit gegenüber dem Wachstum von 18% im Vorquartal. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um gut 18% gerechnet.
Schwache Konsumstimmung
Die Konsumstimmung in China leidet unter einer anhaltenden Krise des Immobiliensektors, schwachem Lohnwachstum und Störungen im Welthandel. Alibaba versucht, mit Investitionen in Künstliche Intelligenz neue Wachstumsfelder zu erschließen. So hat der Technologiekonzern einem Medienbericht zufolge einen neuen KI-Chip entwickelt. Dieser befinde sich derzeit in der Testphase und sei vielseitiger als ältere Modelle, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider.
Im Gegensatz zu einem früheren Prozessor von Alibaba, der vom taiwanischen Konzern TSMC gefertigt wurde, werde der neue Chip von einem chinesischen Unternehmen hergestellt. Eine Stellungnahme von Alibaba lag zunächst nicht vor.