Pharma

Gute Studiendaten für Medikament von Bayer

Gute Nachrichten aus der Pharmasparte von Bayer: Das Medikament zur Behandlung von Prostatakrebs, Nubeqa, hat einen breiteren Anwendungsbereich und wird mehr Umsatz einspielen.

Gute Studiendaten für Medikament von Bayer

ab Köln

– Bayer trumpft mit ermutigenden Studiendaten aus der Pharma-Pipeline auf: Nubeqa, das Medikament zur Behandlung von Prostatakrebs, scheint einen weitaus größeren Anwendungsbereich zu haben als bisher bekannt. Entsprechend gestehen die Leverkusener dem Medikament nun einen Spitzenumsatz von mehr als 3 Mrd. Euro zu, wie Bayer mitteilte. Bislang hatte Bayer das Spitzenumsatzpotenzial von Nubeqa auf mehr als 1 Mrd. Euro taxiert. Die Nachricht kam an der Börse gut an. In einem durch die Ukraine-Krise verunsicherten Gesamtmarkt legte Bayer in der Spitze um 3 % zu und setzte sich damit an die Dax-Spitze.

Das Medikament mit dem Wirkstoff Darolutamid ist bereits in mehr als 60 Ländern zur Behandlung des nicht metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinoms zugelassen. Daten einer neuen Phase-III-Studie förderten nun zutage, dass die Arznei in Kombination mit einer Hormonbehandlung und einem Chemotherapeutikum bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom die Gesamtüberlebenszeit signifikant verlängert und das Sterberisiko um fast ein Drittel verringert im Vergleich zur Standardtherapie. Mit den Studiendaten in der Tasche ist Bayer jetzt mit Zulassungsbehörden weltweit über eine Zulassungserweiterung in dieser Indikation im Gespräch.

Die Daten könnten dazu beitragen, dass Investoren die Perspektiven für das Pharmageschäft der Leverkusener neu bewerten. Bislang hatte die Furcht vor der nahenden Patentklippe für die Blockbuster Xarelto (Thrombosehemmer) und Eylea (Augenmedikament)  überwogen, stehen die beiden Kassenschlager aus dem Arzneimittelportfolio doch für einen Anteil am Pharmaumsatz von mehr als 40 %.

Wie es heißt, wird Darolutamid in einem breiten Entwicklungsprogramm mit drei weiteren klinischen Studien untersucht, darunter auch als Monotherapie bei Patienten nach einer Operation. Das Medikament entwickelt Bayer zusammen mit der finnischen Orion, die globalen Vermarktungsrechte besitzt Bayer.

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