Autobauer

Hyundai kann Nettogewinn verdoppeln

Der südkoreanische Branchenführer verwöhnt seine Aktionäre mit ehrgeizigen Elektroplänen und höheren Ausschüttungen.

Hyundai kann Nettogewinn verdoppeln

Hyundai kann Nettogewinn verdoppeln

Höhere Ausschüttungen für Aktionäre – Investition in Batteriefabrik in USA

Eine erhöhte Produktion hat dem südkoreanischen Autobauer Hyundai im abgelaufenen Quartal eine knappe Verdopplung des Überschusses auf 3,4 Bill. Won (2,3 Mrd. Euro) eingebracht. Der Betriebsgewinn sprang um 86% auf den Rekord von 3,6 Bill. Won (2,4 Mrd. Euro), die Einnahmen kletterten um ein Viertel auf 37,8 Bill. Won (25,6 Mrd. Euro). Ein höherer Verkaufsanteil an margenstarken SUV und der Luxusmarke Genesis sowie Währungserträge trugen ebenfalls zu dem guten Ergebnis bei. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge wuchs um 13,2% auf rund 1 Million Stück, weil die Chip- und Teileknappheit in der Branche nachließ.

„Die steigende Produktion sollte das Ergebnis auch im laufenden Quartal stützen“, erklärte Finanzvorstand Seo Gang-Hyun. Eine Runderneuerung des Bestseller-SUV „Santa Fe“ und der Verkauf von mehr Highend-Modellen sollen die Rentabilität steigern. Zusammen mit Tochter Kia will die Hyundai-Gruppe in diesem Jahr 7,52 Mill. Fahrzeuge verkaufen. Jedoch könnten laut Seo der Russland-Ukraine-Krieg und höhere Zinsen die Nachfrage dämpfen.

Dennoch kündigte der südkoreanische Marktführer höhere Ausschüttungen für seine Aktionäre an. In den nächsten drei Jahren wird es alle drei Monate eine Dividende geben, jedes Jahr werden 1% der eigenen Aktien eingezogen. Die Aktie stieg in Seoul gegen den Markttrend um 4,7%. Auch die Elektropläne von Hyundai beflügelten die Fantasie der Anleger. Der Autobauer errichtet gemeinsam mit dem südkoreanischen Akkuproduzenten SK Innovation im US-Bundesstaat Georgia eine Batteriefabrik für 6,5 Bill. Won (4,4 Mrd. Euro) und baut dort ab Mitte 2025 bis zu 300.000 E-Autos jährlich.

Damit legt Hyundai die Grundlage dafür, US-Beihilfen von bis zu 7.500 Dollar je in Nordamerika hergestelltem Elektroauto zu bekommen. Bis 2030 wollen Hyundai und Kia zusammen zu den drei größten E-Autoherstellern der Welt gehören. Einen Schwerpunkt der Fertigung bilden Van-artige E-Fahrzeuge, die sich etwa für Taxidienste einsetzen lassen. Hier wollen die Koreaner Weltmarktführer werden. Im ersten Quartal verkaufte Hyundai fast 66.000 E-Autos, ein Anstieg um 48%.

mf Tokio
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