Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel

Verbraucher kaufen mehr Schönheitspflegemittel denn je

Der Inlandsumsatz mit Körperpflegemitteln und Kosmetika wird nach einer Hochrechnung des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel (IKW) 2023 um 10,6% auf 15,85 Mrd. Euro steigen. Geschäftsführer Thomas Keiser zufolge ist Kosmetik "der kleine Luxus des Alltags – gerade in schwierigen Zeiten".

Verbraucher kaufen mehr Schönheitspflegemittel denn je

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IKW: Kosmetik ist der kleine Luxus des Alltags

md Frankfurt

Die Verbraucher in Deutschland geben 2023 für ein attraktives Äußeres, gepflegte Kleidung und eine saubere Wohnung mehr Geld aus als je zuvor. Auf Basis von Hochrechnungen für das Gesamtjahr gehen die im Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) organisierten 440 Unternehmen - darunter Beiersdorf, Henkel und Merck – von einem Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,4% auf 33,4 Mrd. Euro aus. Dabei nehmen die Erlöse im Inland den Angaben zufolge leicht überproportional um 8,6% auf 21,14 Mrd. Euro zu. Der Exportumsatz wachse um 8,1% auf 12,3 Mrd. Euro. Für 2024 ist der IKW hinsichtlich der Erlösentwicklung "vorsichtig optimistisch". Geschäftsführer Thomas Keiser konkretisiert: „Wir rechnen für das kommende Jahr mit einem Umsatzwachstum von 2,5%."

Hohe Kosten für Energie und Rohstoffe bereiten Sorge

Sorgen bereiten den Unternehmen nach Verbandsangaben die anhaltend hohen Kosten für Energie und Rohstoffe und die mit der Zuspitzung der weltpolitischen Lage verbundene Planungsunsicherheit. Fachkräftemangel und wachsende Bürokratie verstärkten zusätzlich den Druck auf die überwiegend mittelständisch geprägte Industrie, heißt es. In diesem Jahr hat sich die Schönheits- und Haushalts-Pflegeindustrie gemäß dem IKW jedoch weitgehend gelöst vom schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, etwa dem anhaltend trüben Konsumklima, der ausgeprägten Sparneigung und allgemeinen Zukunftssorgen.

Ein Wachstum von 10% in einem als weitgehend gesättigt eingeschätzten Markt wie dem für Schönheitspflegemittel ist ungewöhnlich. Grafik: IKW

Der Inlandsumsatz mit Körperpflegemitteln und Kosmetika werde um 10,6% auf 15,85 Mrd. Euro steigen. Keisers Erklärung für das kräftige Wachstum: „Kosmetik ist der kleine Luxus des Alltags – gerade in schwierigen Zeiten", sagte er auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes. "Die Menschen wollen ihre persönliche Ausstrahlung zur Geltung bringen und sich in ihrer Haut wohl fühlen." 

Leicht unterdurchschnittlich werden die beiden erlösstärksten Unterpositionen zulegen: Der Umsatz mit Haarpflegeprodukten nimmt der Kalkulation zufolge um 9,9% auf 3,59 Mrd. Euro zu, der mit Haut- und Gesichtspflegemitteln steigt um 8,6% auf 3,42 Mrd. Euro.

Waschmittel jetzt vor Reinigungsprodukten

Mit Haushaltspflegeprodukten wird der deutsche Einzelhandel gemäß der Hochrechnung einen um 2,9% auf 5,29 Mrd. Euro gestiegenen Verkaufswert erzielen. Durch einen Zuwachs um 3,2% auf 1,36 Mrd. Euro werden Universal-, Voll- und Color-Waschmittel die Reinigungsmittel als umsatzstärkste Position überholen; diese dürften nur um 0,9% auf 1,24 Mrd. Euro zulegen.

Ein sauberes und angenehmes Zuhause ist den Menschen in Deutschland wichtig, wie eine aktuelle Studie des IKW zeigt: Demnach haben 78% der Befragten nach dem Saubermachen ein gutes Gefühl, etwas geschafft zu haben; 70% genießen die Sauberkeit nach dem Putzen ganz bewusst.

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