Grundsätze für Bankenaufsicht nach zwölf Jahren auf Stand gebracht

Baseler Ausschuss verpasst sich aktualisierte Aufsichtsregeln

Seine zuletzt 2012 aktualisierten Aufsichtsgrundsätze hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht nun angepasst. Sie berücksichtigen jetzt auch etwa Risiken wie Cyberattacken, IT-Ausfälle oder Pandemien.

Baseler Ausschuss verpasst sich aktualisierte Aufsichtsregeln

Baseler Ausschuss verpasst sich aktualisierte Aufsichtsregeln

Grundsätze berücksichtigen weitere Risiken

fir Frankfurt

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, ein weltweiter Zusammenschluss von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden, hat die in den universellen Grundsätzen für eine wirksame Bankenaufsicht niedergelegten Aufsichtsregeln aktualisiert. Im 50. Jahr seines Bestehens hat er nun eine neue Fassung der Grundprinzipien veröffentlicht, geht aus einer Mitteilung hervor.

Die erstmals 1997 herausgegebenen und zuletzt 2012 aktualisierten Prinzipien beinhalten umfangreiche Anforderungen. „Die Grundsätze sind ein Leitfaden, an dem sich Regierungen, Regulierungs- und Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt orientieren, wenn sie ihre eigenen Aufsichtsregeln und -vorschriften erlassen und bewerten“, heißt es zur Einordnung.

Mit der Überarbeitung sei 2022 begonnen worden, um mit regulatorischen Entwicklungen und strukturellen Veränderungen im Bankensystem Schritt zu halten. Die Grundprinzipien berücksichtigen nurmehr auch die Aspekte operative Widerstandsfähigkeit, Nachhaltigkeit von Geschäftsmodellen und klimabedingte Finanzrisiken. „Angesichts der turbulenten Ereignisse der vergangenen Jahre legen wir nun ein größeres Augenmerk auf die Fähigkeit der Banken, Pandemien, Cybervorfällen, Technologieausfällen und Naturkatastrophen zu widerstehen“, schrieb der Vizechef der EZB-Aufsicht, Frank Elderson, in einem Blogeintrag.

BZ+
Jetzt weiterlesen mit BZ+
4 Wochen für nur 1 € testen
Zugang zu allen Premium-Artikeln
Flexible Laufzeit, monatlich kündbar.