Redaktion


Vorschau (18:48)

„Der Umfang der geldpolitischen Outright-Geschäfte ist ex ante nicht quantitativ limitiert.“ So steht es in der Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) vom September 2012, in der die „technischen Merkmale“ zum OMT-Programm („Outright Monetary Transactions“) festgehalten sind – also zur Ankündigung, im Notfall Staatsanleihen reformwilliger Euro-Staaten aufzukaufen, um sie bei Bedarf vor den Märkten zu schützen. Konkret bedeutet dieser Satz: OMT ist nicht begrenzt. „Für OMT eignen sich (...) maximal Anleihen im Gesamtumfang von 524,13 Mrd. Euro, nur in diesem Volumen existieren Anleihen, die am Markt erworben werden könnten.“ So steht es in dem Gutachten der EZB, das sie für die Anhörung vor dem Bundesverwaltungsgericht zur Euro-Rettungspolitik am Dienstag und am Mittwoch eingereicht hat. An anderen Stellen heißt es da explizit: OMT sei „begrenzt“. Zwei Dokumente, zwei Aussagen. Was aber gilt nun? Ist OMT begrenzt oder nicht? Unmittelbar vor der Verhandlung in Karlsruhe sorgte diese Frage nun noch einmal für Aufregung. Die EZB sah sich flugs zu einer neuerlichen Stellungnahme veranlasst: „Es gibt keine Ex-ante-Grenzen über das Volumen der geldpolitischen Outright-Geschäfte.“ Der Umfang werde so bemessen werden, „dass sie ihre Ziele erfüllen“, hieß es.
Mehr dazu lesen Sie in der Börsen-Zeitung vom 11.6.2013: Bericht von Mark Schrörs auf Seite 6

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=17904&titel=Euro-Rettungspolitik:-Begrenzt-oder-nicht-begrenzt-–-das-ist-hier-die-Frage
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