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Redaktion

Finanzvorstand: Bisherige Rückstellungen reichen aus - Aktienkurs legt zu

ste Hamburg - Die Beilegung des Dieselskandals wird Volkswagen in den USA voraussichtlich mehr als 15 Mrd. Dollar kosten. Nach monatelangen Verhandlungen verständigte sich der Wolfsburger Zwölfmarkenkonzern auf einen Vergleich mit US-Bundesbehörden, privaten Klägern und 44 US-Staaten, der auf die größte Wiedergutmachung hinausläuft, die ein Autobauer in den USA jemals zu leisten hatte. Die Volkswagen-Aktie legte gestern dennoch um 1,7 % auf 107,85 Euro zu, im April war bereits eine Grundsatzverständigung erreicht worden. Der Konzern geht davon aus, dass die bisherigen Rückstellungen für Umrüstungen und Rückkäufe, Rechtsrisiken und weitere Kosten im Zusammenhang mit der Abgasaffäre ausreichen werden.

"Die heutige Bekanntgabe bewegt sich im Rahmen unserer bereits veröffentlichten Rückstellungen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen", erklärte Volkswagen-Finanzvorstand Frank Witter. "Wir sind in der Lage, die Konsequenzen zu beherrschen." Bislang hat der Konzern 16,2 Mrd. Euro für den Dieselskandal reserviert, die Rückstellungen führten 2015 zum größten Verlust der Unternehmensgeschichte. Auf den in den USA ausgehandelten Vergleich entfällt damit der Großteil der Belastungen. Allerdings betrifft die Vereinbarung lediglich eine knappe halbe Million der weltweit 11 Millionen manipulierten Dieselfahrzeuge.

Gut 10 Mrd. Dollar sind für den Rückkauf von 475 000 Autos mit 2-Liter-Motoren vorgesehen. Weitere 4,7 Mrd. Dollar soll VW in zwei Umweltfonds einzahlen. Um Verbraucherschutzklagen beizulegen, zahlt der Autobauer ferner 603 Mill. Dollar an 44 US-Bundesstaaten. Dem Vergleichsprogramm muss das zuständige Bezirksgericht in San Francisco noch zustimmen, mit dem Beginn der Umsetzung rechnet VW frühestens im Herbst.

Die finalen Kosten für die Rücknahme der 2-Liter-Dieselautos hängen davon ab, wie viele Fahrzeugbesitzer ihren Wagen zurückgeben und ob die US-Behörden eine Reparatur genehmigen. Zusätzlich zum angebotenen Rückkauf sollen die US-Kunden einen finanziellen Anreiz von 5 100 bis 10 000 Dollar erhalten. Damit soll erreicht werden, dass möglichst viele Autobesitzer das Angebot annehmen.

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- Bericht Seite 9

Börsen-Zeitung, 29.06.2016, Autor Carsten Steevens, Hamburg, Nummer 122, Seite 1, 289 Wörter

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