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Redaktion

DAS CFO-INTERVIEW
MDax-Wert peilt 5 Prozent Marktanteil in Europa an - Zukäufe von Softwarefirmen für höheres Tempo

ge Berlin - Der Online-Modehändler Zalando will sein rasantes Umsatzwachstum noch länger beibehalten. In einigen Jahren will der MDax-Wert, der im laufenden Jahr Erlöse von etwa 3,7 Mrd. Euro anpeilt, etwa 20 Mrd. Euro erreichen - rund 5 % des europäischen Modemarkts. Diesen Prozentsatz haben die Berliner beim hiesigen Schuhverkauf erobert, mit dem Zalando vor acht Jahren gestartet war. "Und diese 5 % sind auch in Europa über alle Kategorien machbar", versichert Finanzchef Rubin Ritter im Interview der Börsen-Zeitung - "eigentlich stehen wir erst am Anfang." Statt heute 150 000 bis 200 000 Artikel werde Zalando ihren Kunden - die zumeist Kundinnen sind - in Zukunft fast eine Million Waren anbieten. Angesichts dieser riesigen Auswahl wachse auch die Notwendigkeit, Kunden möglichst maßgeschneiderte Offerten machen zu können. Zugleich macht Ritter deutlich, dass die Expansion vor allem organisch stattfinden soll, da internes Wachstum "deutlich effizienter" sei, als Konkurrenten zu akquirieren. Zukäufe fänden dagegen bei Softwarefirmen statt, "mit denen wir Geschwindigkeit gewinnen".

Trotz dieser Akquisitionen und diverser neuer Logistikzentren hat Zalando ihr mit dem Börsengang vor genau zwei Jahren auf 1 Mrd. Euro angeschwollenes Guthaben bislang noch nicht angefasst. Alle Investitionen seien bisher aus dem Cash-flow finanziert worden - "und das ist die allerschönste aller Situationen".

Zalando, die an der Börse inzwischen schwerer als die Metro ist und doppelt so viel wert wie die Lufthansa, sieht den nahezu ausschließlich durch alte Traditionsunternehmen geprägten Dax als Ansporn, selbst in den Blue-Chip-Index aufzusteigen. "Wir haben das Potenzial, und es wäre eine supertolle Story: von der Wohngemeinschaft in den Dax, innerhalb von ein paar Jahren." Dass die eigene Aktie phasenweise vom Marktführer Amazon - der inzwischen auch auf Mode macht - wie gelähmt scheint, ist für Ritter kein Problem. Wer E-Commerce betreibe, konkurriere mit dem US-amerikanischen Konzern. Die eigentliche Frage auf diesem riesigen Markt, auf dem beide Platz hätten, sei dagegen die zwischen Offline und Online, also zwischen stationären Ladengeschäften und digitalen Anbietern.

Den unlängst realisierten Verkauf von 100 000 Zalando-Aktien will Ritter nicht als Forecast auf das dritte Quartal verstanden wissen. Vielmehr würden alle "Most Senior Manager" zu einem zumindest hälftigen Anteil in Aktien bezahlt. Für das gesamte Jahr 2016 peilt der Vorstand eine operative Ebit-Marge von 4 bis 5,5 % an.

- Interview Seite 11

Börsen-Zeitung, 01.10.2016, Autor Ulli Gericke, Berlin, Nummer 190, Seite 1, 369 Wörter

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