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Redaktion

John Cryan: Grundlage für erfolgreiche Bank geschaffen - Guter Jahresauftakt nährt Hoffnung auf Wende
Deutsche Bank AG
Quelle: Deutsche Bank AG (Mailand)

bg Frankfurt - Die Deutsche Bank war am Donnerstag anlässlich der Vorstellung ihres vorläufigen Jahresergebnisses 2016 bemüht, die Fortschritte ihrer Restrukturierung in den Vordergrund zu stellen, und schlug beim Blick nach vorne einen leicht optimistischeren Ton an. Man habe die Bank "in vielen kleinen Schritten weit vorangebracht", sagte Vorstandschef John Cryan. "Wir schaffen heute die Grundlage dafür, morgen wieder eine erfolgreiche Bank zu sein. Das fällt uns zunehmend leichter, weil wir inzwischen sehen, wie die Saat langsam aufgeht und gedeiht." Der Jahresauftakt 2017 sei vielversprechend verlaufen, in wesentlichen Teilen der Bank laufe es deutlich besser. Eine Rückkehr in die Profitabilität fest zu versprechen, dazu ließ sich der Brite aber nicht hinreißen. "Wir hoffen, in diesem Jahr Gewinn zu machen, das ist unsere Absicht."

Für 2016 zeigte die Deutsche Bank nach Verbuchung einiger Sonderlasten im Schlussquartal einen Nettoverlust, der mit 1,4 Mrd. Euro höher ausfiel als von den Analysten erwartet. Die Anleger nahmen das den positiven Signalen zum Trotz verschnupft auf und stuften Deutsche-Bank-Papiere 5,2 % tiefer auf 18,18 Euro. Damit war die Aktie Schlusslicht im Dax.

Auf der Habenseite steht, dass im Rahmen der Restrukturierung der Abbau der Risikoaktiva (RWA) so gut vorangekommen ist, dass die Abwicklungseinheit NCOU aufgelöst werden konnte. Der Abbau von 110 Mrd. Euro Risikoaktiva in dieser Einheit seit 2012 entspreche 8,5 Mrd. Euro an freigesetztem Kapital, erklärte Finanzvorstand Marcus Schenck. Er geht davon aus, dass mit anziehendem Geschäft die RWA im Konzern (2016 um 10 % reduziert) aber nun wieder leicht anziehen würden. Schattenseite des Umbaus ist, dass die Deutsche Bank im abgelaufenen Jahr einen Rückgang der operativen Erträge um 10 % auf 30 Mrd. Euro verbuchte - das hat Cryan temporär in Kauf genommen, will aber nun offenbar den Schalter umlegen.

Wer auf größere strategische Ankündigungen gehofft hatte, den enttäuschte Cryan. Man sei umfeldbedingt sowieso mitten in einem dynamischen Prozess, abrupte Strategieschwenke hätten sich selten bewährt, "erst recht nicht bei Banken".

Anderthalb Jahre nach Amtsantritt ergriff Cryan auf der Jahresmedienkonferenz jedoch die Gelegenheit, mit Blick auf die Rechtsverstöße der Vergangenheit im Namen des Vorstands "tiefes Bedauern auszudrücken für das, was geschehen ist. Wir möchten uns dafür entschuldigen." Dieses Zeichen der Demut dürfte den Weg bereiten für eine Neuformulierung des Anspruches an sich selbst, der sich jahrelang in dem Slogan "Leistung aus Leidenschaft" manifestierte. Dieser hat seit dem Frühjahr ausgedient, 2017 soll im Rahmen einer Marketingkampagne der neue Slogan präsentiert werden.

Cryan erneuerte sein Bekenntnis zum US-Geschäft, äußerte sich aber nicht zu dem von Präsident Donald Trump verhängten umstrittenen Einreisestopp für Menschen aus vorwiegend muslimischen Ländern. Für die Bank mit Mitarbeitern aus 150 Nationen sei "Vielfalt ein extrem hohes Gut", sagte er nur.

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Börsen-Zeitung, 03.02.2017, Autor Björn Godenrath, Frankfurt, Nummer 24, Seite 1, 439 Wörter

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