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Redaktion

Ausweitung soll Schwund im Zinsüberschuss bis 2021 ausgleichen

bn Frankfurt - Deutschlands Banken und Sparkassen setzen auf eine deutliche Ausweitung des Provisionsüberschusses und verminderte Bildung stiller Reserven, um in den kommenden Jahren steigende Wertberichtigungen sowie Ergebnisausfälle infolge des Zinstiefs aufzufangen. Dies hat die jüngste Niedrigzinsumfrage von Deutscher Bundesbank und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unter den 1 555 mittelgroßen und kleinen Kreditinstituten der Bundesrepublik gezeigt. Auf Basis der jeweiligen Planzahlen ist demnach bis 2021 ein Rückgang des aggregierten Jahresüberschusses um gerade einmal 9 % zu erwarten. Vor zwei Jahren hatten die Institute per 2019 noch einen Rückgang um 25 % prognostiziert. Da die Banken ihre Bilanzsumme bis 2021 zudem um ein Zehntel ausweiten wollen, dürfte die Gesamtkapitalrentabilität von 0,51 % auf 0,43 % abnehmen, wie es am Mittwoch hieß.

Auf einer Pressekonferenz zogen Bundesbank und BaFin das von der Branche unterstellte Tempo bei der Ausweitung des Provisionsüberschusses, der die Einbußen im Zinsergebnis fast komplett kompensieren soll, in Zweifel. "Da ist natürlich ziemlich viel Wunschdenken dabei", sagte BaFin-Exekutivdirektor Raimund Röseler, um zugleich zu relativieren, "ganz blauäugig" seien die Planzahlen nicht. Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret sagte, für eine Kehrtwende im Ergebnis seien weitere Schritte nötig.

Wie die Erhebung weiter zeigt, kann sich beinahe jede zweite Bank auf mittlere Sicht eine Fusion vorstellen - jedes zehnte Institut hegt sogar konkrete Absichten. Die Umfrage hat 88 % der deutschen Kreditinstitute und rund 40 % ihrer Bilanzsumme abgedeckt.

Bei Anwendung von fünf verschiedenen Planszenarien stellte sich heraus, dass kurzfristig ein plötzlicher Zinsanstieg um 200 Basispunkte den Instituten am stärksten zusetzen würde. Im Stress-Szenario der Aufsicht würden 68 oder 4,5 % der Häuser die aufsichtlichen Mindestanforderungen unterschreiten, stille Reserven berücksichtigt. "In allen Szenarien sehen wir eine Erosion der traditionellen Ertragsbasis, aber nirgendwo sehen wir ein flächendeckendes Problem des deutschen Bankensektors", sagte Röseler.

- Bericht Seite 4

- Leitartikel Seite 6

Börsen-Zeitung, 31.08.2017, Autor Bernd Neubacher, Frankfurt, Nummer 167, Seite 1, 291 Wörter

URL zum Artikel:
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