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Redaktion

PERSONEN
sck - Zu den prägenden Personen der Meag, der Vermögensverwaltungsgesellschaft der Munich Re, gehört zweifelsohne Thomas Kabisch. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler führt die Tochtergesellschaft des größten Rückversicherers der Welt seit ihrer Gründung vor fast 20 Jahren mit ruhiger Hand. Der verheiratete Familienvater neigt nicht dazu, sich in den Vordergrund zu drängen. Öffentliche Auftritte sind seine Sache nicht. Das resultiert aus dem Geschäftsmodell. Die Meag agiert eher im Hintergrund.

Kabisch war der erste Mann der Stunde, als der weiß-blaue Branchenprimus ihn seinerzeit beauftragt hatte, die Kapitalanlagen des Mutterkonzerns und seiner Erstversicherungsaktivitäten (heute Ergo) unter einem Dach zu bündeln. Damals führte noch Hans-Jürgen Schinzler den Münchner Dax-Konzern. Mittlerweile dient Kabisch unter dem dritten Vorstandschef der Munich Re, seitdem er die Führung von Meag (April 1999) übernommen hatte. Nikolaus von Bomhard folgte 2004 auf Schinzler, seit April 2017 steht Joachim Wenning an der Spitze des Marktführers.

Kabisch steuerte die Meag sicher durch turbulente Zeiten. Der Einbruch der Börsen in den Jahren 2001 bis 2003 infolge der geplatzten Dotcom-Blase sowie die 2007 ausgebrochene Finanzmarktkrise stellten ihn vor große Herausforderungen. Kabisch wirkte daran mit, die gefährlichen Klumpenrisiken der Munich Re in Form großer Unternehmensbeteiligungen (Allianz, HypoVereinsbank/Unicredit) konsequent abzubauen. Zuvor musste die Muttergesellschaft hohe Abschreibungen auf diese vornehmen, als die Aktienkurse in den Keller gingen. Die sogenannte Deutschland AG, in der der Munich Re neben der Allianz und der Deutschen Bank eine Schlüsselrolle zukam, gehört längst der Vergangenheit an. Heute betreibt die Meag eine stärker diversifizierte Anlagestrategie als in früheren Zeiten. Dennoch überwiegen von den insgesamt 251 Mrd. Euro von ihr verwalteten Assets under Management nach wie vor die festverzinslichen Wertpapiere (darunter Staatsanleihen) mit einem Anteil von 74 % (Stand Ende Juni 2018). Kabischs Wirken spiegelt die konservative Anlagepolitik des Mutterkonzerns, der sich nun für Kooperationen mit anderen Assetmanagementgesellschaften öffnet.

Ende dieses Jahres geht der Manager in den Ruhestand. Damit endet eine Ära. Sein hausinterner Nachfolger steht seit dem Frühjahr fest. Anfang 2019 übernimmt sein Kollege Philipp Waldstein (52) das Amt des Vorsitzenden der neunköpfigen Meag-Geschäftsführung (vgl. BZ vom 17. Mai). Kabisch wird diesen Donnerstag 65 Jahre alt.


 
Börsen-Zeitung, 12.09.2018, Autor Stefan Kroneck, Nummer 175, Seite 12, 339 Wörter

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