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Redaktion

Rücklaufquote von über 90 Prozent

kaz Frankfurt - In den Insolvenzverfahren der P&R-Container-Verwaltungsgesellschaften sind mittlerweile "weit über 80 000" Einzelforderungen eingegangen, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Die Zahl entspricht demnach einer Rücklaufquote von über 90 %. "In 99 % der Fälle wurden dabei die von den Insolvenzverwaltern aufbereiteten Angaben und Daten übernommen", sagte der vom Amtsgericht München als Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Michael Jaffé.

Betroffen von der Pleite der vier deutschen P&R-Container-Verwaltungsgesellschaften sind insgesamt rund 54 000 Anleger, von denen viele mehrfach Container von P & R erworben haben. Wie es heißt, werden auch weiterhin noch Forderungsanmeldungen bearbeitet, da Gläubiger auch nach der vom Gericht zur Vorbereitung der Gläubigerversammlung gesetzten Frist (14. September) Forderungen geltend machen können.

Die Berichtstermine finden am 17. und 18. Oktober in der Olympiahalle in München statt. Bislang haben sich rund 4 000 Anleger dafür angemeldet. Es handelt sich um eine der größten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland. Im Vorfeld der Gläubigerversammlungen waren im August insgesamt 87 356 Schreiben an Anleger verschickt worden.

Im Juli hatte das Amtsgericht München das Insolvenzverfahren gegen P&R eröffnet. P&R hat nach bisherigen Erkenntnissen Anlegern 1,6 Millionen Container verkauft, von denen rund 1 Million gar nicht existierten. Dabei soll eine Art Schneeballsystem genutzt worden sein. Das Geschäft mit den tatsächlich vorhandenen Containern wird derzeit über die Schweizer P&R-Gesellschaft weiter geführt, um Anleger über die auf ihre Insolvenzforderungen gezahlte Quote an den Erlösen zu beteiligen. Das Vermietungsgeschäft laufe weiter stabil, heißt es, weit über 90 % der Container-Flotte seien vermietet. Sobald die Gesellschaft stabilisiert ist, sollen die Einnahmen sowie die Verwertungserlöse des Vermögens der Schweizer Gesellschaft einschließlich deren Beteiligungen in den deutschen Insolvenzverfahren an die Gläubiger verteilt werden.

Gründer verhaftet

Zuletzt war P&R-Gründer Heinz R. wegen dringenden Betrugsverdachts sowie Flucht- und Verdunkelungsgefahr Mitte September verhaftet worden. Der mit der Sache betraute Oberstaatsanwalt Hans Kornprobst schätzt den verursachten Schaden auf 1,5 bis 2 Mrd. Euro, hieß es. Heinz R. hatte die Firma vor Jahrzehnten gegründet und auch lange Zeit als Geschäftsführer geleitet.

 
Börsen-Zeitung, 12.10.2018, Autor Carina Iris Kautz, Frankfurt, Nummer 196, Seite 3, 323 Wörter

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