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Redaktion

Durch Pandemie drohen erhebliche Beeinträchtigungen - Hohe Abfindungen

bn Frankfurt - Die Corona-Pandemie lässt die strategischen Ziele der Deutschen Bank wackeln. Covid-19 und seine Auswirkungen auf die Weltwirtschaft könnten "die Erreichung unserer finanziellen Ziele beeinträchtigen", schreibt das Institut im Geschäftsbericht. Zwar sei es zu früh, die Auswirkungen der sich ausbreitenden Pandemie und der Antworten der Regierung auf das Geschäft oder auf die finanziellen Ziele zu prognostizieren. Die Bank könnte gleichwohl "in erheblicher Weise durch einen anhaltenden Abschwung von lokalen, regionalen oder globalen wirtschaftlichen Bedingungen negativ beeinträchtigt werden".

Für 2022 hatte das Institut im Sommer eine materielle Eigenkapitalrendite von netto 8 % angekündigt. 2019 betrug die Kennzahl minus 10,9 %. Wie zur Wochenmitte bekannt geworden ist, erwarten die Ökonomen des Hauses infolge von Corona inzwischen "eine schwere globale Rezession im ersten Halbjahr 2020". Im ebenfalls am Freitag publizierten Geschäftsbericht der Commerzbank findet das Coronavirus unterdessen allein in den Betrachtungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation und als einer von mehreren Risikofaktoren für die Bank Erwähnung. Ungeachtet weiterer Entlastungen für Europas Großbanken durch die Aufsicht schnitten die Aktien der beiden deutschen Großbanken am Freitag unterdurchschnittlich ab. Titel der Deutschen Bank verteuerten sich in einem sehr festen Gesamtmarkt um 1 %, Anteilscheine der Commerzbank gingen 1,8 % schwächer ins Wochenende.

Nach dem fünften den Aktionären zurechenbaren Nettoverlust in Folge, diesmal im Umfang von 5,7 Mrd. Euro, hat die Deutsche Bank die variable Vergütung ihrer Mitarbeiter von 1,9 Mrd. auf 1,5 Mrd. Euro reduziert. Den Mitgliedern des Vorstands wurden für das Jahr knapp 36 Mill. Euro zuerkannt. Dies sind 35 % weniger als für 2018, die Zahl der Empfänger nahm dabei um zwei ab auf zehn. Der Abschied von Regulierungsvorstand Sylvie Matherat und Co-Chef Garth Ritchie zog jeweils hohe Abfindungen nach sich. Im Falle Matherats summieren sich Abfindung und "Karenzentschädigungen" für ein Wettbewerbsverbot auf gut 9 Mill. Euro, im Falle Ritchies auf gut 11,2 Mill. und im Falle von Ex-Privatkundenvorstand Frank Strauß auf knapp 7 Mill. Euro. Wie aus dem Geschäftsbericht weiter hervorgeht, kassierte die am besten bezahlte Kraft unterhalb des Vorstands im vergangenen Jahr zwischen 13 Mill. und 14 Mill. Euro. Bei der Bank heißt es, es handele sich um eine Person, die schon seit geraumer Zeit für den Konzern tätig sei, für die Transformation der Bank essenziell sei und exzellente Arbeit geleistet habe.

Insgesamt hat sich die Zahl der Einkommensmillionäre im Haus 2019 um 60 auf 583 verringert. Mit Vergütungen von insgesamt 1,1 Mrd. Euro produziert damit allein diese Gruppe rund ein Zehntel des konzernweiten Personalaufwands.

- Bericht Seite 3

Wertberichtigt Seite 6

Personen Seite 12

Börsen-Zeitung, 21.03.2020, Autor Bernd Neubacher, Frankfurt, Nummer 57, Seite 1, 411 Wörter

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