Bankenaufsicht

BaFin maßregelt Stifel Europe

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) steigt der Europa-Tochter des US-Finanzdienstleisters Stifel aufs Dach. Es gäbe „Mängel bei der Geschäftsorganisation“.

BaFin maßregelt Stifel Europe

bn Frankfurt

Die Bundesanstalt ­für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) steigt der Europa-Tochter des US-Finanzdienstleisters Stifel aufs Dach. Am Dienstag haben die Aufseher über eine Anordnung gegenüber Stifel Europe Bank informiert, „Mängel zu beseitigen, die einer ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation“ entgegenstehen. Zu­dem hat die Behörde dem Institut, dessen Mutter vor wenigen Tagen die Übernahme von Acxit Capital, eines Beratungshauses für Corporate Finance und M&A mittelständischer Unternehmen in Europa, angekündigt hatte, zusätzliche Eigenmittelanforderungen auferlegt. Wie bei mit der Situation vertrauten Personen zu erfahren ist, setzten die Aufseher die Mindestkapitalquote um 50 Basispunkte auf 12,5% herauf. Das Haus operiere mit einer Quote von über 20%, heißt es.

„Wir befinden uns dazu in einem konstruktiven Dialog mit der BaFin und sind aktuell dabei, die Bearbeitung der angesprochenen Themen abzuschließen“, erklärte ein Sprecher am Dienstag: „Die von der BaFin formulierten Eigenmittelanforderungen werden von der Bank bereits deutlich übererfüllt.“

Laut BaFin ergab eine Sonderprüfung, dass die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsorganisation bei Stifel Europe „nicht in allen geprüften Bereichen gegeben war“. Mängel sollen zum Beispiel den Bereich Compliance betreffen. Die Anordnungen sind seit 20. April 2022 bzw. 3. Juni 2022 bestandskräftig.

BZ+
Jetzt weiterlesen mit BZ+
4 Wochen für nur 1 € testen
Zugang zu allen Premium-Artikeln
Flexible Laufzeit, monatlich kündbar.