Rückschlag für DWP Bank

DZ Bank und Atruvia gehen bei Kryptoprojekt fremd

Die DZ Bank hat sich bei der Entwicklung ihres Kryptoprojekts für die Volks- und Raiffeisenbanken für die Börse Stuttgart entschieden. Die Nachfrage im genossenschaftlichen Sektor ist groß.

DZ Bank und Atruvia gehen bei Kryptoprojekt fremd

Börse Stuttgart erhält
Zuschlag für Kryptoprojekt

Ursprünglicher Partner DWP Bank hat das Nachsehen

lee/bg Frankfurt

Bei der Entwicklung des prestigeträchtigen Kryptoprojekts für die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken geht die DZ Bank eigene Wege außerhalb des Sektors. Wie der Co-Vorstandsvorsitzende Cornelius Riese am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt auf Anfrage sagte, hat sich das Institut für eine Entwicklungspartnerschaft mit der Börse Stuttgart entschieden.

DWP Bank hat bei Kryptoplattform das Nachsehen

Damit bestätigte Riese einen Bericht des Blogs "Finanz-Szene", der bereits im vergangenen Jahr berichtet hatte, dass die DZ Bank und der genossenschaftliche IT-Dienstleister Atruvia die Plattform für den Handel und die Verwahrung von digitalen Assets nicht wie ursprünglich geplant mit der DWP Bank bauen wollen. Die DWP Bank ist der gemeinsame Wertpapierabwickler der beiden Finanzverbünde und hat ambitionierte Zukunftspläne im Kryptogeschäft.

In Stuttgart dementiert man nicht. Da die Verträge mit dem genossenschaftlichen Spitzeninstitut aber offenbar noch nicht trocken sind, wollte der Börsenbetreiber auf Anfrage der Börsen-Zeitung jedoch keine weiteren Erläuterungen zu Art und Umfang der Kooperation geben.

Hohe Nachfrage

Für die Börse Stuttgart ist die Partnerschaft ein Glücksfall, da das Projekt innerhalb des genossenschaftlichen Sektors auf große Nachfrage trifft. Laut einer Umfrage des Genossenschaftsverbands erwogen bereits im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der Volks- und Raiffeisenbanken, ihren Kunden ein Kryptoangebot zu unterbreiten.

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