FMS Wertmanagement

Portfolio schrumpft, Ergebnis steigt

Der Bund kommt beim Abbau der Altlasten aus der Finanzkrise voran. Die Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement schrumpfte im ersten Halbjahr erneut.

Portfolio schrumpft, Ergebnis steigt

mic München

Die FMS Wertmanagement bleibt im ersten Halbjahr 2022 auf Schrumpfkurs. Das Nominal­volumen des Portfolios sei seit Januar um 3,9% abgebaut worden, teilte die bundeseigene Abwicklungs­anstalt der Hypo Real Estate mit. Inklusive bestanderhöhender Fremdwährungseffekte von 1,2 Mrd. Euro habe das Volumen Ende Juni 53,2 Mrd. Euro be­tragen. Ende Dezember waren 54,1 Mrd. Euro gemeldet worden. Vorstandssprecher Christoph Müller zeigte sich zufrieden: „Trotz des schwieriger werdenden Marktumfelds konnten wir das Portfolio planmäßig weiter abbauen.“ Dabei nahm die Bilanzsumme besonders stark um 14,6 Mrd. Euro auf 109,7 Mrd. Euro ab.

Der marktwertbedingte Rückgang der Finanzderivate, die die Bank als Barsicherheiten zu stellen hat, zeigte Wirkung. Die Abwicklungsanstalt steigerte dabei das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit von 28 Mill. Euro auf 47 Mill. Euro. Damit landete es bereits über dem Jahreswert 2021 von 44 Mill. Euro, obwohl die Positionen Risikovorsorge und Finanzergebnis weiterhin tiefrot sind. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden im Saldo −64 Mill. Euro angesetzt nach −70 Mill. Euro in der Vorjahresperiode. Bewertungs- und Abbaumaßnahmen hätten sich ausgewirkt, hieß es.

Den Verwaltungsaufwand hält FMS Wertmanagement weiter im Rahmen. Er sei im ersten Halb­­jahr allerdings um 2 Mill. Euro auf ­62 Mill. Euro gestiegen, teilte die Bank mit. Dieses Plus resultiere aus einem Umstellungsprojekt der IT-Services zum beginnenden vierten Quartal. Der Saldo aus Zinsüberschuss und Provisionsergebnis sei von ­163 Mill. Euro auf insgesamt 178 Mill. Euro gestiegen.

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