Lieferdienst

Just Eat Takeaway hat einen schweren Stand

Rote Zahlen und eine Abschwächung der Nachfrage: Die Perspektiven für Essenslieferdienste sind eingetrübt. Den Geschäftszahlen von Just Eat Takeaway blicken Anleger deshalb mit Spannung entgegen.

Just Eat Takeaway hat einen schweren Stand

hek

Mittwoch, 20.4.:

Die Essenslieferdienste sind an der Börse in Ungnade gefallen. Denn das Wachstum lässt nach und die Unternehmen stecken zumeist tief in roten Zahlen. Die Aktie der britisch-niederländischen Just Eat Takeaway, deren Tochter Lieferando den deutschen Markt beherrscht, ist binnen eines Jahres um zwei Drittel abgestürzt. Dass das Trading Update zum ersten Quartal, das am 20. April ansteht, eine Kurswende einleitet, erscheint zweifelhaft. Denn der Konkurrent Deliveroo, dessen Zahlen bereits vorliegen, warnt vor einer Nachfrageabschwächung, was an der Börse mit weiteren Kurseinbußen quittiert wird. Wenigstens haben die Briten ihren Ausblick bestätigt. Just Eat Takeaway wiederum stellt für 2022 bisher eine Ausweitung des über die Plattformen abgewickelten Bruttotransaktionsvolumens (GTV) im mittleren Zehner-Prozent-Bereich in Aussicht. Das entspricht einer Halbierung zum 2021er Anstieg von währungsbereinigt 31 %. Die Verluste, bezogen auf das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, sollen auf 0,6 bis 0,8 % des GTV eingedämmt werden. Aus Norwegen und Portugal zieht sich der Konzern aufgrund der schwachen Marktposition zurück.