Rohstoffe

Ölpreise rutschen ins Minus

Nachdem es nach einer Fortsetzung der Rally ausgesehen hatte, sind die Ölpreise am Donnerstag noch ins Minus gerutscht. Hintergrund war die Aufhebung von US-Sanktionen gegen einen iranischen Beamten.

Ölpreise rutschen ins Minus

xaw Frankfurt

Die Ölpreise sind am Donnerstagabend ins Minus gerutscht, nachdem die USA Sanktionen gegen einen iranischen Beamten aufgehoben hatten. Ein Barrel Brent wurde am Abend zu 71,96 Dollar gehandelt und damit 0,4% unter dem Niveau des Vortages. Der Preis der Sorte West Texas Intermediate fiel um 0,4% auf 69,70 Dollar.

Neben den Strafmaßnahmen gegen den Beamten hoben die USA auch Sanktionen gegen zwei weitere ins Ölgeschäft involvierte Iraner auf. Marktteilnehmer befürchten nun, dass die islamische Republik den Ölmarkt mit zusätzlichem Angebot fluten könnte. Zuvor hatten Schwierigkeiten bei den Verhandlungen zu einer Wiederaufnahme des internationalen Atomabkommens Anleger darauf hoffen lassen, dass das Ölangebot in den kommenden Monaten verknappt bleiben würde.

Den Angebotssorgen steht indes ein robuster Nachfrageausblick der Opec entgegen. Der globale Verbrauch wird laut dem Ölkartell im Zuge der Erholung von der Pandemie in der zweiten Jahreshälfte gegenüber der ersten um fünf Mill. Barrel pro Tag ansteigen.