Ifo-Umfrage

Coronakrise trifft arme Familien

Vor allem einkommensschwache Familien bekommen einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts zufolge die finanziellen Folgen der Coronakrise zu spüren. Für ein Drittel der Befragten ist demnach das Geld zum Ende des Monats häufiger knapp als vor der...

Coronakrise trifft arme Familien

Reuters  Berlin

Vor allem einkommensschwache Familien bekommen einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts zufolge die finanziellen Folgen der Coronakrise zu spüren. Für ein Drittel der Befragten ist demnach das Geld zum Ende des Monats häufiger knapp als vor der Pandemie. „Besonders betroffen sind Familien unterhalb der Armutsgrenze, Familien mit nur einem berufstätigen Elternteil und Eltern, die nicht im Homeoffice arbeiten können“, sagt Ifo-Forscher Benjamin Arold. Insgesamt geben drei Viertel der Befragten an, dass sie in der Coronakrise gut zurechtkommen. Die finanziellen Schwierigkeiten haben für 41% konkrete Folgen wie Mahnungen oder Überziehungskredite. 7% der Eltern mussten aus Geldnot sogar auf Mahlzeiten verzichten. Etwa die Hälfte der befragten Eltern (47%) änderte ihren Konsum und leistete sich weniger als zuvor. Zielgruppe der Befragung waren Familien, die über ein Haushalts-Nettomonatseinkommen unter 3000 Euro verfügen und deren minderjährige Kinder im selben Haushalt leben.