US-Schuldenobergrenze

Zahlungsausfall abgewendet

Der US-Kongress hat mit einer Erhöhung der Schuldenobergrenze einen unmittelbar drohenden Zahlungsausfall der Regierung verhindert. Das Repräsentantenhaus stimmte in der Nacht zum Mittwoch mit der Mehrheit der Demokraten dafür, der Regierung die...

Zahlungsausfall abgewendet

dpa-afx

Der US-Kongress hat mit einer Erhöhung der Schuldenobergrenze einen unmittelbar drohenden Zahlungsausfall der Regierung verhindert. Das Repräsentantenhaus stimmte in der Nacht zum Mittwoch mit der Mehrheit der Demokraten dafür, der Regierung die Aufnahme von 2,5 Bill. Dollar (2,24 Bill. Euro) zusätzlicher Schulden zu erlauben. Wenige Stunden zuvor hatte auch die knappe Mehrheit der Demokraten im Senat dafür gestimmt. Das Finanzministerium hatte zuletzt gewarnt, der Regierung könnte ohne Anhebung der Grenze noch diese Woche das Geld ausgehen. Ein Zahlungsausfall der weltgrößten Volkswirtschaft hätte eine globale Finanzkrise auslösen können. Dem Vernehmen nach soll der neue Kreditrahmen ausreichend sein, um die Regierungsgeschäfte bis 2023 zu finanzieren. Damit müsste vor der Kongresswahl im November kommenden Jahres nicht erneut über das politisch heikle Thema abgestimmt werden. Der Streit um die Obergrenze wird im Kongress meist erbittert bis zur letzten Minute geführt. Bislang kam es aber noch nie zu einem folgenschweren Zahlungsausfall. Die Obergrenze wurde schon mehr als 80 Mal angehoben.