IT-Dienstleister

Atos verringert Verlust

Der Verlust von Atos fällt deutlich niedriger aus als 2021. Während Airbus eine Beteiligung an der Cybersicherheitssparte übernehmen will, ist der Investor Daniel Kretinsky offenbar am traditionellen Geschäft interessiert.

Atos verringert Verlust

wü Paris

Der angeschlagene IT-Dienstleister Atos befindet sich auf dem Weg der Genesung. So konnte er seinen Nettoverlust 2022 von 2,06 Mrd. Euro auf 1,01 Mrd. Euro reduzieren. Gleichzeitig stieg der Umsatz um 4,6% auf 11,34 Mrd. Euro. Ohne die Kosten für die im Juni lancierte Restrukturierung wurde der Bargeldmittelabfluss nahezu gestoppt.

Die Ergebnisse zeigten, dass sich Atos auf dem richtigen Weg befinde, erklärte Verwaltungsratschef Bertrand Meunier.

Der IT-Dienstleister hatte am 16. Februar mitgeteilt, mit Airbus über den Verkauf einer Beteiligung von 29,9% an der künftig ausgelagerten Einheit Evidian zu verhandeln, zu der die Bereiche Cybersicherheit (BDS), Big Data und Cloud Solutions gehören. Ihr Umsatz legte um 2% auf 5,3 Mrd. Euro zu. Ihr Wert wird auf 7 Mrd. Euro inklusive 3 Mrd. Euro Schulden geschätzt. Der Umsatz der Sparte Tech Foundations, der die traditionellen Geschäftsbereiche von Atos umfasst, verringerte sich um 1,6% auf 6,02 Mrd. Euro.

Die Offerte von Airbus stimme perfekt mit dem eigenen Strategieplan überein, erklärte Atos. Der Verwaltungsrat werde die Verhandlungen fortsetzen, um ein Abkommen zu treffen. Er werde aber auch andere Angebote prüfen, die Werte schüfen. Atos spricht laut Informationen von „Le Monde“ auch mit Daniel Kretinsky, der sich für seine traditionellen Geschäftsbereiche interessiert.