KI-Markt in Deutschland

Ausgaben für künstliche Intelligenz steigen deutlich

Die Ausgaben für künstliche Intelligenz haben im vergangenen Jahr stark zugelegt. Den Chatbot ChatGPT hat ein Jahr nach der Einführung jeder dritte Deutsche schon getestet.

Ausgaben für künstliche Intelligenz steigen deutlich

Ausgaben für künstliche Intelligenz steigen deutlich

Bitkom: Jeder dritte Deutsche hat ChatGPT ausprobiert

sar Frankfurt

Der Markt für Anwendungen und Produkte mit künstlicher Intelligenz (KI) wächst rasch: Die Ausgaben für KI-Software, KI-Dienstleistungen und zugehörige Hardware werden sich 2023 in Deutschland auf voraussichtlich 6,3 Mrd. Euro belaufen, teilt der Branchenverband Bitkom unter Berufung auf Berechnungen des IT-Marktforschungsunternehmens IDC mit. Das ist ein Plus von 32% im Vergleich zum Vorjahr, als 4,8 Mrd. Euro ausgegeben wurden.

Den größten Anteil an den Ausgaben haben Investitionen in KI-Software (4,1 Mrd. Euro), gefolgt von Dienstleistungen rund um künstliche Intelligenz (1,3 Mrd. Euro) und Hardware (0,9 Mrd. Euro). 2024 dürften die Ausgaben laut Bitkom erneut um 30% auf dann 8,2 Mrd. Euro steigen. Im Jahr 2025 könnte in Deutschland erstmals die Marke von 10 Mrd. Euro übertroffen werden.

ChatGPT feiert Geburtstag

Den Schub für künstliche Intelligenz führt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst auf den Start des Chatbots ChatGPT vor einem Jahr zurück. Dessen Einführung sei "eine Initialzündung für den KI-Einsatz" gewesen. ChatGPT ist seit dem 30. November 2022 öffentlich zugänglich.

Laut einer Bitkom-Befragung unter mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren haben 34% den Chatbot, der mit generativer KI arbeitet, bereits ausprobiert. Gut ein Drittel hat die künstliche Intelligenz zwar noch nicht getestet, kann sich aber vorstellen, sie künftig einzusetzen. 30% schließen dies für sich jedoch grundsätzlich aus. Immerhin 78% der Deutschen haben zumindest schon von ChatGPT gehört oder darüber gelesen.

Unter den aktiven Nutzern haben es 10% beim einmaligen Versuch belassen und verwenden den Chatbot nicht mehr. 11% nutzen das Tool selten, nur 13% haben ChatGPT nach eigener Aussage häufig im Einsatz. In vier von fünf Fällen haben die Anwender ChatGPT für private Zwecke eingesetzt, die Hälfte hat den Chatbot jedoch auch beruflich eingebunden – in einigen Fällen ohne Wissen des Arbeitgebers. Nur die wenigsten Betriebe haben bereits klare Regeln für den Einsatz von generativer KI kommuniziert: Nur bei einem Viertel der Erwerbstätigen gibt es solche Vorgaben.

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