Asset Deal bei Frankfurter Mittelstandsfinanzierer

Creditshelf-Assets stehen vor Übertragung an Investor

Assets des angeschlagenen digitalen Mittelstandsfinanzierers Creditshelf stehen offenbar vor dem Verkauf an einen Investor. Die Frankfurter Gesellschaft stellte ad-hoc einen Asset Deal in Aussicht, der mit der Auflösung der Gesellschaft enden könnte.

Creditshelf-Assets stehen vor Übertragung an Investor

Creditshelf-Assets stehen vor Transfer an Investor

fir Frankfurt

Der angeschlagene digitale Mittelstandsfinanzierer Creditshelf steht vor einem sogenannten Asset Deal, der wesentliche Vermögensgegenstände an einen Investor übertragen würde. Das teilte die börsennotierte Gesellschaft am Dienstag ad hoc mit. Am Ende des Prozesses, der einem Firmenverkauf gleichkäme, könnte demnach eine Auflösung der 2014 gegründeten Creditshelf stehen.

„Leere Hülle“ möglich

Sie war schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, weil Zahlungen der Gesellschafterin Obotritia Capital, die dem Investor Rolf Elgeti zuzurechnen ist, ausgeblieben waren. Anfang Februar hatte Creditshelf deshalb ein Schutzschirmverfahren angekündigt. Im Rahmen dessen seien Gespräche mit potenziellen Investoren „hinsichtlich eines Einstiegs und Zuführung neuer Finanzmittel zur Fortführung bzw. Übernahme des Geschäftsbetriebs“ geführt worden, die in konkrete und bindende Angebote gemündet seien und besagten Asset Deal beinhalteten, hieß es nun.

„In diesem wahrscheinlichen Falle verbliebe die bestehende Creditshelf Aktiengesellschaft als leere Hülle, deren Börsenzulassungsfolgepflichten möglicherweise nicht mehr vollumfänglich erfüllt werden könnten und die perspektivisch zu Gunsten ihrer Gläubiger liquidiert würde.“

Um welchen Investor es sich handelt, ist nicht bekannt. Mitte Februar war die Frankfurter PVM Private Values Media, geführt von Sascha Magsamen, als neuer Großaktionär mit 20% bei Creditshelf eingestiegen.

BZ+
Jetzt weiterlesen mit BZ+
4 Wochen für nur 1 € testen
Zugang zu allen Premium-Artikeln
Flexible Laufzeit, monatlich kündbar.