Rüstungshersteller

Triton verkauft restliche Renk-Aktien

Renk ist eine der Erfolgsgeschichten an der Börse der jüngeren Vergangenheit. Jetzt hat sich der Finanzinvestor, der das Unternehmen einst von VW übernommen hatte, ganz zurückgezogen.

Triton verkauft restliche Renk-Aktien

Triton ist beim Panzergetriebe-Hersteller Renk komplett ausgestiegen. Zuletzt hielt der Finanzinvestor weniger als 10% der Aktien. Der Schritt bringe eine fünfjährige Partnerschaft zu Ende, teilte Triton am Freitag mit. Renk war 2020 aus dem Volkswagen-Konzern herausgelöst worden. Triton hatte die Rüstungsfirma dann Anfang 2024 zu 15 Euro je Aktie an die Börse gebracht. Der Rüstungsboom trieb den Kurs kräftig nach oben. Im Juni stand er bei annähernd 86 Euro. Zuletzt war die Aktie rund 63 Euro wert.

Triton hatte die Beteiligung an Renk nach dem Börsengang immer weiter reduziert. Erst Ende Juli 2025 hatten der Investor und der deutsch-französische Panzerbauer KNDS einen Streit um die Anteile an dem MDax-Konzern beigelegt. Dazu übertrug Triton Renk-Anteile an KNDS, das dadurch mit einer Beteiligung von seither fast 16% größter Anteilseigner ist. Hintergrund des Streits war eine Kaufoption aus Zeiten des Börsengangs.

Für KNDS ist Renk einer der wichtigsten Lieferanten. Die Augsburger Firma entwickelt Getriebe für den von KNDS gebauten Kampfpanzer „Leopard 2“, aber auch für zahlreiche andere Panzermodelle weltweit und ist daher auf Unabhängigkeit von den Herstellern bedacht.

Triton verkauft restliche Renk-Aktien

dpa-afx/das Frankfurt