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Redaktion

Aufsichtsratschef Hilbers: Öffentlicher Bankensektor benötigt Konsolidierung

ste Hamburg - Im Bieterverfahren der Nord/LB liegen seit voriger Woche vier Offerten von Privatinvestoren für eine Minderheitsbeteiligung an der Landesbank vor. Das Land Niedersachsen hofft als Mehrheitseigentümer jedoch weiterhin auf eine Lösung innerhalb des öffentlichen Bankenlagers und eine Verbindung mit der Helaba. "Es wäre aus meiner Sicht sinnvoll, im Landesbankensektor darüber nachzudenken, wie man sich insgesamt zukunftsfähig aufstellen möchte", sagte der Nord/LB-Aufsichtsratsvorsitzende, Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers, im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Das Verfahren, die Kapitalquoten der Nord/LB zu stärken, sei hierfür "Anlass und Chance".

Der Landesbankensektor benötige eine Konsolidierung, so der CDU-Politiker. "Es sind auf dieser Ebene durch Zusammenarbeit und engere Verflechtung noch viele Synergien zu heben." Zwar böten die Offerten aus dem Private-Equity-Lager eine Basis, auf der man gut weiterverhandeln könne. Er habe sich jedoch auch ein Angebot von einem strategischen Investor aus dem Landesbankensektor gewünscht, betonte Hilbers. "Auf die Diskussionen im Sparkassenlager habe ich aber keinen Einfluss." Die niedersächsischen Sparkassen, mit gut 26 % an der Nord/LB beteiligt, sollen Forderungen der Helaba ablehnen, sich an der Kapitalzufuhr bei der Nord/LB und an Maßnahmen wie im hessisch-thüringischen Verbundkonzept zu beteiligen.

"Unsere Gespräche mit der Sparkassen-Finanzgruppe über eine Beteiligung an der Lösung für die Nord/LB sind nicht beendet, wir reden weiterhin miteinander", unterstrich Hilbers. Die Mehrheitsbeteiligung Niedersachsens an der Bank sei "kein Dogma". Wenn die Nord/LB aber im öffentlich-rechtlichen Haftungsverbund bleiben soll, werde die Anteilsmehrheit auch nach einer Kapitalstärkung in öffentlicher Hand liegen müssen. Der zusätzliche Kapitalbedarf der Nord/LB hänge davon ab, wie groß die Bank und das Geschäft, das betrieben wird, künftig sein sollten. Spekuliert wird über eine Lücke von mehr als 3 Mrd. Euro.

Hilbers erklärte, er gehe davon aus, "dass wir gute Chancen haben, ein tragfähiges Konzept für die Bank zu finden", möglicherweise aber erst Anfang 2019. Ziel sei es, die "Durststrecke" der Nord/LB, die ihre Bilanz parallel durch den Verkauf problembehafteter Schiffskredite noch deutlich entlasten will, zu beenden.

Börsen-Zeitung, 06.12.2018, Autor Carsten Steevens, Hamburg, Nummer 235, Seite 1, 311 Wörter

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