Uran-Fonds

ETF mit kurzer Halbwerts­zeit

Am europäischen Markt ist der erste Uran-ETF gestartet. Die Vermutung liegt nahe, dass derartige Produkte eine kurze Halbwertszeit aufweisen.

ETF mit kurzer Halbwerts­zeit

xaw

Die Debatte über die Bedeutung von Kernkraft für die Zukunft der Energieversorgung treibt kuriose Blüten. So hat Global X nun den ersten Uran-ETF auf dem europäischen Markt aufgelegt. Dieser soll Investitionen in Unternehmen ermöglichen, die im Uranbergbau und in der Produktion von Nuklearkomponenten tätig sind. Kalkül dahinter dürfte sein, dass Länder wie Frankreich und Großbritannien neue Atomreaktoren planen, um sich unabhängiger von Energieimporten aus Russland zu machen. Auch in Deutschland wird über eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke diskutiert. Dabei zeigt der von Umweltverbänden herausgegebene Uranatlas, dass Europas Atomkraftwerke stark von Lieferungen des russischen Staatskonzerns Rosatom abhängig sind. Hinzu kommt, dass die ungelöste Endlagerfrage deutschen Anlegern noch immer Sorgen bereitet. Deshalb schließen zahlreiche Assetmanager Atomenergie weiterhin aus ihren nachhaltigen Produkten aus. Folglich liegt die Vermutung nahe, dass Uran-ETFs – im Gegensatz zu dem Brennstoff selbst – eine kurze Halbwertszeit aufweisen.