Industrieaufträge

Was klingelt denn da?

Noch ist es ein zartes Läuten von den Alarmglocken: Die Industrieaufträge sind im Juli zwar auf ein Rekordhoch gestiegen. Allerdings zeigt die Zusammensetzung – Treiber waren die stets sehr volatilen Großaufträge sowie die Bestellungen aus...

Was klingelt denn da?

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Noch ist es ein zartes Läuten von den Alarmglocken: Die Industrieaufträge sind im Juli zwar auf ein Rekordhoch gestiegen. Allerdings zeigt die Zusammensetzung – Treiber waren die stets sehr volatilen Großaufträge sowie die Bestellungen aus Nicht-Euroraum-Ländern –, dass der neue Höchststand mit Vorsicht genossen werden sollte. Denn ohne die Großaufträge wären weniger Neubestellungen als im Vormonat einge­sammelt worden. Sollte der Weltwachstumslokomotive­ China noch mehr die Kraft ausgehen, wird das ganz fix auch in der hiesigen Wirtschaft spürbar. Zudem sorgen die andauernden Materialengpässe und Lieferprobleme dafür, dass die Aufträge so schnell nicht abgearbeitet werden können. Dies verbessert zwar die Aussichten für das kommende Jahr – oder wann auch immer diese Engpässe behoben sind –, doch könnten weitere Virusvarianten allen Impffortschritten zum Trotz die (Welt-)Wirtschaft schnell wieder lahmlegen. Zählt man all diese Faktoren zusammen, könnte man versucht sein, in der Gießerei schon mal die Totenglocken für den Aufschwung zu ordern. Noch aber ist es nicht so weit.

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