Möbelkette Kika/Leiner

Holding von René Benko zahlt in Insolvenztopf ein

Die Gläubiger der insolventen Möbelhauskette Kika/Leiner haben den Sanierungsplan angenommen. Auch die Signa Holding von Ex-Eigentümer René Benko zahlt in den Insolvenztopf ein.

Holding von René Benko zahlt in Insolvenztopf ein

Benko-Holding Signa zahlt
in Kika-Leiner-Insolvenztopf

sar Frankfurt

Die mehr als 500 Gläubiger der österreichischen Möbelhauskette Kika/Leiner können sich auf eine Insolvenzquote von mindestens 20% auf ihre Forderungen einstellen, mit der Option auf bis zu 14% zusätzlich aus einer sogenannten „Superquote“. Diese basiert auf einem Vergleich mit der ehemaligen Eigentümerin Signa Holding des Investors René Benko. Die Superquote ist in zwei Raten Anfang 2024 und 2025 fällig.

Kika/Leiner kündigte im Juni den Gang in die Insolvenz an. Nur wenige Tage zuvor hatte die Signa Holding von René Benko, die Kika/Leiner 2018 von der kriselnden Steinhoff-Gruppe übernommen hatte, das operative Geschäft an den vormaligen Kika/Leiner-Manager Hermann Wieser weitergereicht. Die Immobilien verkaufte Signa an die Supernova-Gruppe des Unternehmers Frank Albert.

Republik Österreich führt Forderungsliste an

Gegen Kika/Leiner waren insgesamt Forderungen von 131,6 Mill. Euro angemeldet worden, größter Gläubiger war mit 49,6 Mill. Euro die Republik Österreich. Laut Insolvenzverwalter hätten die finanzielle Unterstützung des Eigentümers sowie ein Mitwirken der Supernova-Gruppe als Vermieter zu einer verbesserten Insolvenzquote geführt.

Die Gläubiger sollen in den kommenden Wochen nun zunächst 10% auf ihre Forderungen als Barquote erhalten, weitere 5% sind jeweils binnen 16 Monaten und 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans fällig. Im Falle der Liquidation hätte die Zerschlagungsquote dem Insolvenzverwalter zufolge bei lediglich 6,6% gelegen.

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