Vor CFO-Wechsel

Finanzvorstand Schumacher verlässt Jenoptik

Hans-Dieter Schumacher will seinen bis März 2023 laufenden CFO-Vertrag bei Jenoptik nicht verlängern. Der Manager macht dafür persönliche Gründe geltend.

Finanzvorstand Schumacher verlässt Jenoptik

hek

Der Fotonikkonzern Jenoptik steht vor der Suche nach einem neuen Finanzvorstand. Amtsinhaber Hans-Dieter Schumacher will seinen bis März 2023 laufenden Vertrag nicht verlängern, teilt das Unternehmen aus Jena mit. Der 58-Jährige, dessen Familie in Süddeutschland lebt, macht dafür persönliche Gründe geltend. Er wolle sich neuen Aufgaben zuwenden. Schumacher kam Anfang April 2015 als CFO zu Jenoptik. Zuvor war er von 2011 bis 2015 Finanzvorstand des Holzmaschinenbauers Homag, der heute zu Dürr gehört, und von 2003 bis 2010 des Baustoffherstellers Sto. Schumacher verfügt also über breite Branchenerfahrung und bringt überdies Restrukturierungs-Know-how mit.

Aufsichtsratschef Matthias Wier­lacher bedauert Schumachers Entschluss. Er bescheinigt dem CFO eine professionelle und weitsichtige Entwicklung des Finanzressorts und der weiteren Bereiche, die er betreut habe. Neben Finanzen & Controlling ist Schumacher für Treasury, Steuern, IT & Datensicherheit, interne Revision, Immobilien und den strategischen Einkauf zuständig.

Bei Jenoptik bestand seine Aufgabe zuletzt darin, den finanziellen Spielraum für das starke Wachstum etwa durch Übernahmen zu sichern. Die Konzernfinanzierung hat der in Saarburg in Rheinland-Pfalz geborene Manager Richtung ESG entwickelt und 2021 Schuldscheindarlehen sowie einen Konsortialkredit, die an Nachhaltigkeitsziele gebunden sind, am Markt platziert. Unter seiner Führung habe auch die Harmonisierung von Daten und Prozessen über ein einheitliches SAP-S/4-Hana-System gestanden, das im Sommer live geht. Die Nachfolge will Jenoptik „zu gegebener Zeit“ bekannt geben.