Gamescom

Computerspiele wachsen langsamer

Nach dem Boom während der Corona-Pandemie hat sich das Wachstum der Video- und Computerspielbranche deutlich verlangsamt.

Computerspiele wachsen langsamer

dpa-afx Berlin

Nach dem Boom während der Corona-Pandemie hat sich das Wachstum der Video- und Computerspielbranche deutlich verlangsamt. Das geht aus Zahlen des Branchenverbands Game und der Marktforscher GfK und Data.ai hervor. Im ersten Halbjahr setzten die Unternehmen der Branche in Deutschland demnach 4,55 Mrd. Euro um, etwa 2 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2021 waren die Umsätze im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2020 dagegen um 22 % gestiegen.

Ein wichtiger Grund für das starke Wachstum in den vergangenen Jahren war die Pandemie. Menschen verbrachten viel Zeit zu Hause und gaben entsprechend viel Geld für digitale Zerstreuung wie Spiele aus. Inzwischen machen sich nach Angaben von Game-Geschäftsführer Felix Falk jedoch eher die langfristigen Auswirkungen der Pandemie be­merkbar, etwa Lieferengpässe bei wichtiger Spiele-Hardware. Hinzu komme die allgemeine Eintrübung der wirtschaftlichen Aussichten, die auch auf dem Spielemarkt Spuren hinterlasse.

Sinkende Umsätze verzeichnen vor allem die Wachstumstreiber vergangener Jahre: Mit sogenannten In-App-Käufen wurden zum Beispiel 1,3 Mrd. Euro umgesetzt, 7 % weniger als vor einem Jahr. Im Hardware-Bereich sanken die Umsätze von 1,58 Mrd. auf 1,53 Mrd. Euro. Steigende Umsätze verzeichnete die Branche dagegen zum Beispiel bei Abo-Diensten rund um Spiele. Auch die Umsätze mit dem Kauf einzelner Spiele gingen in die Höhe. Am 23. August beginnt in Köln die Videospielmesse Gamescom.