Sportartikelkonzern

Moody’s senkt Daumen für Adidas

Angesichts der erwarteten Verluste in diesem Jahr senkt Moody’s den Daumen für den Sportartikelkonzern Adidas. Statt mit „A2“ stuft die Ratingagentur die Bonität der Nummer 2 auf dem weltweiten Sportartikelmarkt nur noch mit „A3“ ein, der...

Moody’s senkt Daumen für Adidas

Angesichts der erwarteten Verluste in diesem Jahr senkt Moody’s den Daumen für den Sportartikelkonzern Adidas. Statt mit „A2“ stuft die Ratingagentur die Bonität der Nummer 2 auf dem weltweiten Sportartikelmarkt nur noch mit „A3“ ein, der siebtbesten von 21 Stufen auf ihrer Skala. Der Ausblick bleibe „negativ“. Auch in den nächsten zwölf bis 18 Monaten dürfte Adidas nach Ansicht der Agentur die Anforderungen für ein besseres Rating nicht erfüllen. Der neue Vorstandschef Björn Gulden hatte jüngst einen Verlust von bis zu 700 Mill. Euro angekündigt, der vor allem die Folge der Trennung von Skandal-Rapper Kanye West als Designer der lukrativen „Yeezy“-Produktlinie ist.

Um wenigstens das „A3“-Rating zu behalten, müsste Adidas 2024 wieder auf ein Ergebnis von rund 1 Mrd. Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit) kommen, heißt es in der Studie. Die Ratingagentur sehe aber „wachsende Unsicherheit, was die längerfristigen Aussichten auf eine Erholung angehe“ – vor allem angesichts der anhaltenden Inflation und der schwachen Konsumlaune. Guldens Prognose für 2023 „wirft auch einige Fragen zum Kerngeschäft (ohne Yeezy) und dessen Rentabilität auf“, schreiben die Moody’s-Analysten.