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Nintendo erwartetsinkende Spielfreude

Nach den Geschäftsrekorden im abgelaufenen Jahr stellt sich der japanische Spielegigant Nintendo aufgrund der Impfkampagnen auf ein Nachlassen des Gaming-Booms ein. Im neuen Geschäftsjahr, das seit April läuft, soll der operative Gewinn um 22% auf...

Nintendo erwartetsinkende Spielfreude

Nach den Geschäftsrekorden im abgelaufenen Jahr stellt sich der japanische Spielegigant Nintendo aufgrund der Impfkampagnen auf ein Nachlassen des Gaming-Booms ein. Im neuen Geschäftsjahr, das seit April läuft, soll der operative Gewinn um 22% auf 500 Mrd. Yen (3,8 Mrd. Euro) schrumpfen. Bei einem Umsatzminus von 9% auf 1,6 Bill. Yen (12,2 Mrd. Euro) sagt Nintendo einen Ertragsrückgang unterm Strich um 29% auf 340 Mrd. Yen (2,6 Mrd. Euro) vorher. Das Unternehmen aus Kyoto kalkuliert mit 25,5 Millionen verkauften Switch-Konsolen, drei Millionen weniger als im Vorjahr. Der Spieleabsatz wird laut dem Ausblick um 18% auf 190 Millionen Stück sinken. Zudem warnte Präsident Shuntaro Furukawa, dass der globale Chipmangel die Switch-Produktion stören könnte. Die Dividende für 2021 will der Spielespezialist um ein Drittel auf 1430 Yen kürzen.

Allerdings fällt die erste Jahresprognose in Japan in der Regel konservativ aus. Sollte es zu weiteren Rückfällen und Verlängerungen von Lockdowns kommen, könnte das Ergebnis besser ausfallen. Bereits im Vierteljahr zwischen Januar und März übertraf der operative Gewinn von 68,3 Mrd. Yen (521 Mill. Euro) die Konsensvorhersage der Analysten. Außerdem könnte Nintendo mit einer Pro-Version der Switch den Lebenszyklus der schon über vier Jahre alten Konsole verlängern. Seit März 2017 wurden 84,5 Millionen Stück verkauft. Unbestätigten Berichten zufolge kommt die verbesserte Switch mit einer schnelleren Grafikkarte und einem OLED-Bildschirm in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt.

Im Gesamtjahr bis März verzeichnete Nintendo einen Anstieg des Nettogewinns um 86% auf den Höchstwert von 480 Mrd. Yen (3,7 Mrd. Euro), während der Umsatz um ein Drittel auf 1,8 Bill. Yen (13,7 Mrd. Euro) wuchs.

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