Pharmahandel

Phoenix rechnet mit Ergebnis auf Vorjahresniveau

Der Gesundheitsdienstleister Phoenix Group hat im Geschäftsjahr 2021/22 (31. Januar) ein nach eigener Einschätzung solides Ergebnis erzielt. Die Gesamtleistung (Umsatz plus Warenumschlag gegen Dienstleistungsgebühr), die im Pharmagroßhandel eine relevante Kennzahl ist, wurde den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um ein Zehntel auf 39,6 Mrd. Euro gesteigert.

Phoenix rechnet mit Ergebnis auf Vorjahresniveau

md Frankfurt

Der Gesundheitsdienstleister Phoenix Group hat im Geschäftsjahr 2021/22 (31. Januar) ein nach eigener Einschätzung solides Ergebnis erzielt. Die Gesamtleistung (Umsatz plus Warenumschlag gegen Dienstleistungsgebühr), die im Pharmagroßhandel eine relevante Kennzahl ist, wurde den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um ein Zehntel auf 39,6 Mrd. Euro gesteigert. Auch der Umsatz lag mit 30,7 Mrd. Euro und einem Zuwachs von 8,9% über der Vergleichsperiode und damit über dem Niveau der europäischen Pharmamärkte.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg, um wesentliche Einmaleffekte bereinigt, von 643 auf 706 Mill. Euro. Das Vorsteuerergebnis erhöhte sich, ebenfalls bereinigt um wesentliche Einmaleffekte, von 288 auf 335 Mill. Euro. Das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter liegt laut dem Geschäftsbericht bei 177 (193) Mill. Euro.

„Wir sind europaweit in allen Regionen organisch gewachsen“, betonte Sven Seidel, Vorstandsvorsitzender der Phoenix Pharma SE. In Deutschland verzeichnete der führende Pharmagroßhändler im Vergleich zum Vorjahr eine Erlöszunahme um 9,9% auf 10,7 Mrd. Euro. Mit einem Umsatzanteil von 34,7 (34,4)% sei Deutschland der größte Markt der Unternehmensgruppe.

Im Juli 2021 hatte der Pharmagroßhändler und Apothekenbetreiber bekannt gegeben, eine Vereinbarung zur Akquisition von Teilen von McKessons europäischen Geschäftsaktivitäten getroffen zu haben. Der Deal umfasse u. a. die Europa-Präsenzen von McKesson in Belgien, Frankreich, Irland, Italien, Portugal und Slowenien sowie die Stuttgarter Europazentrale des US-Gesundheitskonzerns. Die Transaktion stehe weiter unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung sowie weiterer üblicher Vollzugsbedingungen.

Der Ausblick fiel verhalten positiv aus: „Wir sehen für dieses und das kommende Jahr aufgrund steigender Kosten und anstehender Investitionen in die Digitalisierung zusätzliche Herausforderungen auf uns zukommen“, so CEO Seidel. „Für die Geschäftsentwicklung bleiben wir dennoch optimistisch.“ Phoenix wolle die Position als führender Gesundheitsdienstleister ausbauen.

Die Gruppe geht für 2022/23 von einem Anstieg der Erlöse leicht über dem Wachstum der europäischen Pharmamärkte aus. Erwartet werden Zuwächse in fast allen Märkten, in denen Phoenix vertreten ist. Das Vorsteuerergebnis soll auf dem Vorjahresniveau bleiben. Die Eigenkapitalquote soll leicht steigen.

Phoenix
Konzernzahlen nach IFRS
in Mill. Euro2021/22 12020/21 1
Gesamtleistung 23961335 902
Umsatz30 72328 209
Ebitda669653
Ebit356354
Nettoergebnis177193
Operativer Cashflow390617
Freier Cashflow211416
Nettoverschuldung1 8302 007
Eigenk.-Quote (%)29,528,6
1) per 31. Januar; 2) Umsatz + Handled Volume (Waren­umschlag gegen Dienstleistungsgebühr)Börsen-Zeitung