Dax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 12.574,00-4,39% TecDax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 2.993,75-4,12% Euro Stoxx 50 Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 3.166,00-3,67% US/Dow Jones Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 26.868,00-3,13% Gold: 1.893,42-2,81% EUR/USD: 1,1743-0,86%
Redaktion


Vorschau (19:19)

So wenig der am Montag unterzeichnete Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD einen politischen Ruck in Deutschland verheißt, so sehr versprechen Personaltableau und Ressortzuschnitt der neuen Regierung erst einmal viel Unruhe. Die Ablösung der schwarz-gelben durch eine große Koalition bringt nicht nur sechs neue Minister aus der SPD in die Regierung, fünf der 14 Ressorts sind auch von massiven administrativen Veränderungen betroffen. Die Regierung wird in den nächsten Wochen erst einmal mit sich selbst beschäftigt sein und ihre Arbeitsabläufe neu ordnen, bevor sie geschmeidig arbeiten kann. Starker Mann und Stellvertreter von Kanzlerin Angela Merkel wird SPD-Chef Sigmar Gabriel sein. Ganz im Sinne der Wirtschaft, die ein eigenes Energieressort gefordert hatte, steht Gabriel dem Wirtschaftsministerium vor, in dem alle Ressourcen für die Energiewende gebündelt werden. Der Bereich Energie aus dem Umweltministerium wird diesem Ressort zugeschlagen. Die Zuständigkeit in einer Hand war ein starkes Plädoyer der Wirtschaft vor der Bundestagswahl. Politische Differenzen zwischen dem liberal geführten Bundeswirtschaftsministerium und dem unionsgeführten Umweltministerium hatten immer wieder langwierige Abstimmungsprozesse erzwungen. Dies wird als eine der Ursachen für das schleppende Vorankommen der Energiewende ausgemacht. Die Wirtschaft dürfte zwar auf ein Energiewende-Ministerium in Unionshand gehofft haben, doch ist es unrealistisch zu glauben, in einer großen Koalition könnte ein Partner alle Schlüsselressorts auf sich vereinen. Kernthemen für die nächsten vier Jahre sind neben der Energiewende die Stabilisierung des Euro zusammen mit der Reform von Arbeitsmechanismen in Europa. Die Gestaltungshoheit liegt beim Bundesfinanzministerium, dem mächtigsten Ressort gleich nach dem Kanzleramt. Mit Wolfgang Schäuble (CDU) besetzt die Union dieses Schlüsselressort und belässt es unverändert. Die Personalie verspricht Kontinuität deutscher Positionen im Feld der europäischen Bankenunion und der Etablierung der Aufsicht bei der Europäischen Zentralbank.
Mehr dazu lesen Sie in der Börsen-Zeitung vom 17.12.2013: Leitartikel von Angela Wefers auf Seite 6

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=19120&titel=Leitartikel:-Umbaurepublik-Berlin
BZ Artikel twitternLinkedInXingFacebook


Termine des Tages
Dienstag, 22.9.2020

Ergebnisse
Kingfisher: 2. Quartal
Nike: 1. Quartal

Hauptversammlungen
Demire Deutsche Mittelstand Real Estate (online)












21

0.185327 s