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Redaktion

Rückschlag für Portugals Haushaltsziele belastet

sp Frankfurt - Der Euro hat zum Wochenschluss gegenüber dem Dollar zeitweise mehr als ein Drittel seiner Kursgewinne aus der zurückliegenden Woche abgegeben. Nachdem die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, den Geldmarkt der Eurozone bis zum Jahresende mit Dollar zu fluten, den Kurs der Gemeinschaftswährung am Donnerstag bis auf 1,3937 Dollar und damit rund 3,3 % über das Sieben-Monats-Tief vom Montag getragen hatte, realisierten einige Marktakteure tags darauf in Europa ihre Gewinne. Vor allem Makro-Fonds und eine amerikanische Investmentbank verkauften nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters die europäische Einheitswährung, die rasch auf 1,3784 Dollar nachgab. Kauforders von staatlichen Investoren aus Asien fingen nach Händlerangaben den raschen Kursverfall auf.

Einen weiteren Dämpfer erhielt der Euro am Freitag nach Ende eines informellen Treffens im Rahmen der Beratungen der Finanzminister und Notenbankchefs der Eurozone (Ecofin) in Polen, an dem auch US-Finanzminister Timothy Geithner teilnahm. Im Markt hatte nach Analystenangaben die Hoffnung bestanden, der Ecofin-Rat würde weitere Maßnahmen zur Entschärfung der Schuldenkrise in den Euro-Ländern bekannt geben. Diese Hoffnung wurde enttäuscht. Zwar verständigten sich Geithner und seine Kollegen aus den 17 Euro-Staaten auf eine engere Zusammenarbeit bei der Stabilisierung der Märkte. Doch weder bei den kritischen Punkten der Griechenland-Rettung noch bei der beschlossenen Reform der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) wurden konkrete Fortschritte erzielt. Der Euro rutschte danach bis auf sein Tagestief bei 1,3753 Dollar ab .

Höhere Schulden auf Madeira

Ebenfalls am Freitag gab die portugiesische Zentralbank bekannt, dass die Region Madeira seit 2008 rund 1,1 Mrd. Euro mehr Schulden gemacht hat, als an die Notenbank berichtet wurden. Allein im zurückliegenden Jahr hatte die lokale Regierung der Insel in ihrem Bericht an die Banco de Portugal 915,3 Mill. Euro neuer Schulden vergessen. Die Nachricht belastete nach Angaben von Analysten ebenfalls die Gemeinschaftswährung. Am frühen Abend notierte der Euro bei 1,3780 Dollar. Händler rechneten allerdings damit, dass weitere Euro-Leerkäufe aufgelöst würden. Mit dem Risiko, dass schlechte Nachrichten aus der Eurozone kommen könnten, wolle niemand ins Wochenende gehen.

- Bericht zu Ecofin Seite 7


Börsen-Zeitung, 17.09.2011, Autor Stefan Paravicini, Frankfurt, Nummer 180, Seite 17, 326 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2011180179&titel=Gewinnmitnahmen-und-Ecofin-druecken-Euro
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