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Redaktion

Umfrage: Zweifel an vertrauensbildender Wirkung

sto Frankfurt - Die deutschen Banken bezweifeln, dass der europäische Bankenbilanztest (Asset Quality Review) der Europäischen Zentralbank (EZB) das Vertrauen der Märkte in die Branche wiederherstellt. Dies ergab die jüngste Umfrage des Center for Financial Studies (CFS). Nur eine knappe Mehrheit der Befragten (48 %) hält es für wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich, dass dies gelingen kann, 42 % stufen es als wenig bis gar nicht wahrscheinlich ein.

Trotz dieser pessimistischen Sichtweise hält eine große Mehrheit (70 %) die Durchführung solcher Tests für erforderlich bis sehr erforderlich, um die Bankenunion nachhaltig zu entwickeln und die Krise zu bewältigen. "Es ist bemerkenswert, dass die Asset Quality Review für wesentlich gehalten, ihr aber kein umfassendes Vertrauen geschenkt wird", sagte Jan Krahnen, Direktor des CFS. Offenbar bestünden entweder Zweifel an einer ernsthaften Durchführung oder es werde vermutet, dass es gerade im Fall einer ernsthaften Durchführung zu einer weiteren Verunsicherung im Markt kommen kann.

Konsolidierung erwartet

45 % der befragten Adressen der Finanzbranche und deren Dienstleister am Finanzplatz Frankfurt rechnen damit, dass es als Folge der Tests zu einer Bankenkonsolidierung kommt. Ein Fünftel erwartet sogar Abwicklungen von Instituten. Die meisten befürworten, dass die durch die Tests festgestellten Kapitallücken durch die Aufnahme zusätzlichen Eigenkapitals geschlossen werden sollten. Erst an zweiter Stelle wird eine Gläubigerbeteiligung (Bail-in) bejaht. Danach folgen Staatsbeihilfen und europäische Mittel wie der ESM-Fonds.

Interessant ist die Selbsteinschätzung der Kreditbranche, inwieweit sie selbst zur Problemlösung beitragen kann: Nur 5 % trauen ihrem eigenen Sektor zu, bei der Krisenbewältigung helfen zu können. Dagegen genießt die EZB großes Vertrauen (43 %), in den nächsten 12 bis 24 Monaten substanziell zur Lösung beitragen zu können. 29 % sehen diese Kompetenz auch bei den nationalen Regierungen und 11 % bei der EU-Kommission.

Schattenbanken regulieren

Als wichtigste Maßnahme zur Krisenbewältigung erachten 55 % eine Regulierung des Schattenbankensektors, 44 % die Einführung eines einheitlichen europäischen Aufsichtsmechanismus und 40 % strengere Eigenkapitalvorschriften. 30 % plädieren dafür, den Derivatemarkt härter an die Kandare zu nehmen, und jeder Vierte erwärmt sich für den geplanten einheitlichen europäischen Abwicklungsmechanismus.

Der CFS-Index zur allgemeinen Stimmung und Lage in der Finanzbranche stieg bei der jüngsten Erhebung deutlich um 2,3 auf 111,0 Punkte (siehe Grafik). Sowohl die Finanzinstitute als auch die Dienstleister blicken positiv gestimmt auf das laufende vierte Quartal. Bei den Banken wird für diesen Zeitraum ein Ende des Stellenabbaus erwartet.

Börsen-Zeitung, 15.10.2013, Autor Silke Stoltenberg, Frankfurt, Nummer 197, Seite 3, 381 Wörter

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