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Redaktion

US-Versicherer stehen Verluste von Validus ins Haus

sp New York - Die Ausläufer des Hurrikans "Michael", der mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Stundenkilometern die Küste des US-Bundesstaates Florida erreicht hat, könnten in den nächsten Monaten auch am Firmensitz der American International Group (AIG) in New York zu spüren sein. Denn der auf den Bermudas angesiedelte Rückversicherer Validus, den AIG zum Jahresbeginn für etwas mehr als 5,5 Mrd. Dollar erworben hat, dürfte von dem Sturm betroffen sein.

"Ich mag Geschäft, das Extreme beinhaltet, solange man dafür bezahlt wird", hatte AIG-Chef Brian Duperreault Investoren im September mit Blick auf Validus erklärt. "Ihr mögt es nicht, weil es volatil ist, aber es baut über die Zeit Buchwerte auf. Wenn man ein schlechtes Jahr hat und dann zehn großartige Jahre, ist das Leben doch in Ordnung, richtig?", fragte der CEO, der seit Mai des vergangenen Jahres an der Konzernspitze steht und mit Validus seinen bisher größten Zukauf unter Dach und Fach gebracht hat.

Das laufende Jahr mit Hurrikans wie Florence und Michael dürfte für Rückversicherer in den USA eher bescheiden ausfallen. Vor allem der in Florida wütende Sturm dürfte der Branche kräftig ins Gesicht blasen. Denn in Florida sind vergleichsweise viele Hausbesitzer bei kleinen und lokalen Anbietern gegen Sturmschäden versichert. Das liegt unter anderem daran, dass größere Versicherer wie State Farm oder Allstate sich aus dem Markt zurückgezogen haben, seit Hurrikan Andrew im Jahr 1992 versicherte Schäden in Höhe von 25 Mrd. Dollar verursachte.

Die verbliebenen kleineren Anbieter werden von den Aufsichtsbehörden angehalten, sich gegen Schäden in hohem Maße mit Rückversicherung zu wappnen, nachdem Andrew vor gut 25 Jahren gleich 13 Anbieter zur Liquidation gezwungen hat. Laut Fitch Ratings sind Munich Re, Everest, Lloyd's of London, Tokio Marine Holding und die Allianz in dem US-Bundesstaat besonders aktiv. Wells Fargo erwartet, dass die Schäden nach Michael in der Größenordnung von 10 Mrd. Dollar liegen werden.

Börsen-Zeitung, 12.10.2018, Autor Stefan Paravicini, New York, Nummer 196, Seite 4, 302 Wörter

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