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Redaktion

Verband analysiert "Key Audit Matters" der wichtigsten Banken Europas

bn Frankfurt - Die Bilanzprüfer von Banken haben bei ihren Untersuchungen vor allem Wertminderungen von Krediten und Forderungen, die IT-Systeme sowie die Klassifizierung von Finanzinstrumenten im Blick. Das ist das Ergebnis einer Analyse des europäischen Prüferverbands Accountancy Europe, die der Börsen-Zeitung vorliegt.

62 Banken erfasst

Die Organisation mit Sitz in Brüssel hat dafür die Prüfberichte von 62 von ihr als am wichtigsten erachteten Banken in Europa ausgewertet, unter ihnen die deutschen Adressen Deutsche Bank, Commerzbank, BayernLB, DZ Bank, LBBW, Helaba, Nord/LB sowie das Förderinstitut NRW.Bank.

Im Fokus standen dabei die sogenannten Key Audit Matters (KAM). Den internationalen Standards zufolge sind die Prüfer börsennotierter Unternehmen verpflichtet, in einem gesonderten Teil ihres Berichts, erstmals im Zuge ihrer Testate für das vergangene Jahr, solche Themen aufzuführen, "denen nach professionellem Urteil des Prüfers die höchste Bedeutung" im Zahlenwerk zukommt. Die Prüfer demonstrieren damit, dass der Berufsstand den Forderungen von Stakeholdern nach informativeren Prüfberichten nachkomme, um "letztlich in klarer und verständlicher Art aussagekräftigere Informationen über ein Unternehmen aus der Perspektive des Prüfers zu liefern", meint Accountancy Europe.

Der Analyse zufolge wurden neben den wichtigsten Feldern Wertminderungen, IT-Systeme und Klassifizierung von Finanzinstrumenten in abnehmender Häufigkeit auch Rechtsstreitigkeiten und Wohlverhalten, Steuern, andere Wertminderungen, die Bilanznorm IFRS 9 zur Bildung von Risikovorsorge, Versicherungen, Pensionen sowie Hedge-Bilanzierung als besonders wichtige Prüfungssachverhalte von Banken identifiziert.

Komplexes Geschäft

Wie der Verband festhält, liegt die durchschnittliche Anzahl der Key Audit Matters im europäischen Bankensektor mit 4,4 über derjenigen in anderen Branchen. "Dies könnte mit der Komplexität des Bankgeschäfts erklärt werden", heißt es. Die Spanne der KAM in den untersuchten Instituten reicht dabei von eins bis acht. Ein einziges Key Audit Matter trat den Angaben zufolge bei jeweils einer Bank in der Bundesrepublik und in Luxemburg zutage. Auf acht KAM kamen je zwei britische und portugiesische Institute sowie eine französische und eine spanische Bank. In Großbritannien und in Portugal summierte sich zudem die durchschnittliche Zahl der KAM auf sieben, in Luxemburg dagegen im Mittel nur auf zwei.

Drei Felder im Zentrum

Auf die drei Felder Wertminderungen von Krediten und Forderungen, IT-Systeme und die Klassifizierung von Finanzinstrumenten entfallen insgesamt nicht weniger als 49 % aller besonders wichtigen Prüfungssachverhalte der untersuchten Finanzinstitute, wie es in der Analyse heißt.

Allein die beiden auf Finanzinstrumente bezogenen Kategorien vereinten 35 % der Gesamtzahl auf sich. Als einen Grund dafür vermutet Accountancy Europe, dass die Prüferfirmen erheblich in die Einführung des Bilanzstandards IFRS 9 Anfang 2018 investiert haben, um mit der Komplexität der Anforderungen an Prüfer Schritt zu halten. Die hohe Konzentration der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte zeige sich unterdessen darin, dass nicht wiederkehrende KAM gerade einmal 3 % der bedeutendsten Prüfbereiche stellten.

 
Börsen-Zeitung, 12.10.2018, Autor Bernd Neubacher, Frankfurt, Nummer 196, Seite 5, 432 Wörter

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