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Redaktion

Verbände befürchten Wachstumseinbußen - Maschinenbau senkt Ausblick

hei/ds Hannover - Ein "Desaster" für die Wirtschaft in Großbritannien und in der Europäischen Union ist der Brexit aus Sicht von Michael Ziesemer, Präsident des Elektroindustrieverbands ZVEI, auch wenn der Verband noch an seiner Prognose von 1 % Realwachstum im laufenden Jahr festhält. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zeigte sich indes auf der weltgrößten Industriemesse in Hannover skeptischer. Bei einem ungeordneten Brexit rechne der BDI mit einem Rückschlag für die deutsche Wirtschaft von mindestens einem halben Prozentpunkt, sagte Verbandschef Dieter Kempf. Dann wäre nur noch mit einem mageren Wachstum von 0,7 % zu rechnen.

Die Wahrscheinlichkeit für einen ungeordneten Brexit ist auch aus Sicht der Industrie gestiegen. Daher sei es umso wichtiger, Europa als Wirtschaftsmacht zu stärken. Die EU brauche eine gemeinsame Industriestrategie, allerdings in einem marktwirtschaftlichen Ordnungsrahmen. "Alle fordern einen Plan, wir auch, aber wir wollen keine Planwirtschaft", betonte Kempf. Stattdessen sollten die Forschungsausgaben in den nächsten sieben Jahren auf 160 Mrd. Euro verdoppelt und die Förderung von künstlicher Intelligenz deutlich ausgebaut werden.

Scharf kritisierte Kempf die Bundesregierung: "Die Große Koalition gibt unser aller Geld falsch aus." Er hielt der Regierung "gefährliche Alleingänge" vor allem in der Energie- und Klimapolitik vor.

Kritisch äußerte sich der BDI-Chef zur Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G. Der Staat habe bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen vor mehreren Jahren schon einmal den Fehler gemacht, mit den milliardenschweren Erlösen Haushaltslöcher zu stopfen. Dieses Geld habe den Mobilfunkunternehmen für Investitionen in den Netzausbau gefehlt, monierte Kempf.

Unterdessen haben die Maschinenbauer den Ausblick gesenkt. Die Investitionsgüterhersteller gehen im laufenden Jahr jetzt nur noch von einem realen Wachstum der Produktion um 1 % auf 229 Mrd. Euro aus statt wie zunächst geplant plus 2 %. Der Handelsstreit zwischen den USA und China erschwere das Geschäft.

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Börsen-Zeitung, 02.04.2019, Autor hei/ds Hannover, Nummer 64, Seite 1, 292 Wörter

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