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Redaktion

Nach Innogy-Zerschlagung zieht RWE-CEO Schmitz in den Eon-Aufsichtsrat ein

cru Düsseldorf - Mit der Freigabe aus Brüssel ist der Startschuss für die Zerschlagung von Innogy gefallen - und damit für eine Neuordnung der drei mächtigsten deutschen Energiekonzerne. Nur drei Jahre nach dem Innogy-Börsengang teilen der Rivale Eon und die Innogy-Mutter RWE den Energiekonzern schon wieder unter sich auf. Aus dem 22-Mrd.-Euro-Deal geht Eon als Europas größter Stromverteiler hervor, und der Kohlekonzern RWE wird zu Europas drittgrößtem Ökostromerzeuger.

Eon schluckt zunächst Innogy vollständig und gibt dann die Ökostromsparten an RWE ab. Für Innogy-Chef Uwe Tigges und den Rest seines Vorstands sind keine Posten in der obersten Eon-Führungsriege vorgesehen. Nur unterhalb ist das Management zu gleichen Teilen aus Eon und Innogy zusammengesetzt. Parallel dazu rücken Eon und RWE enger zusammen: RWE-Chef Schmitz zieht als neuer Großaktionär mit 17 % in den Eon-Aufsichtsrat ein. Dafür gibt Eon 440 Millionen neue Aktien an RWE aus. Das Paket im Wert von 4 Mrd. Euro darf weder aufgestockt noch an einen Rivalen verkauft werden.

Eon erhält am heutigen Mittwoch 77 % der Innogy-Aktien von RWE im Gegenwert von 17 Mrd. Euro und kommt mit Anteilen weiterer Aktionäre auf 90 %. Geplant ist die Hinausdrängung der Minderheitsaktionäre.

Die Fusion werde "nicht zu einer geringeren Auswahl und höheren Preisen führen", sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Dagegen kommentiert Grünen-Europaabgeordnete Jutta Paulus: Der Deal sei "ein großer Schritt zurück in Sachen Verbraucherrechte". Robert Busch vom Bundesverband Neue Energiewirtschaft urteilt: Ein Unternehmen dieser Größenordnung sei "eine Gefahr für den Wettbewerb".

Eon-CEO Teyssen wiegelt ab: "Wir haben uns entschieden, auf die Bedenken einzugehen und nicht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen." Eon gibt den Innogy-Vertrieb in Tschechien mit einer Million Strom- und Gaskunden binnen Jahresfrist an einen Konkurrenten ab, ebenso wie Teile des Eon-Vertriebs in Ungarn. In Deutschland jedoch verzichtet Eon lediglich auf 260 000 Heizstromkunden und 32 Schnellladestationen für E-Autos.

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Börsen-Zeitung, 18.09.2019, Autor Christoph Ruhkamp, Düsseldorf, Nummer 179, Seite 1, 306 Wörter

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