Dax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 12.558,00-0,68% TecDax Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 3.039,25+0,75% Euro Stoxx 50 Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 3.160,00-0,24% US/Dow Jones Deutsche-Bank-Realtime-Indikation: 27.170,00+1,00% Gold: 1.861,00-0,07% EUR/USD: 1,1632-0,03%
Redaktion

Roegele: Produkte mit Hilfe neuer Liquiditätsinstrumente vor Krisen schützen

sto Frankfurt - Die Finanzaufsicht BaFin drängt die deutschen Assetmanager, die Liquidität in ihren Produkten mit Hilfe neuer Instrumente besser abzusichern - und das bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr. "Wir appellieren an die Fondsanbieter, nicht in ihren Bestrebungen nachzulassen und die neuen Liquiditätsinstrumente einzuführen, um für ein mögliches erneutes Aufflammen der Coronakrise oder andere Krisenereignisse gerüstet zu sein", sagt die oberste Wertpapieraufseherin, Elisabeth Roegele, der Börsen-Zeitung.

Nach den heftigen Kurseinbrüchen im März und Milliardenabflüssen bei Fonds hatte sich die Exekutivdirektorin Wertpapieraufsicht schon einmal höchstpersönlich an die Assetmanager gewandt. Danach hatte sich die Fondsbranche nebst Kreditwirtschaft, Verwahrern und Depotbanken mit der BaFin an einen Tisch gesetzt und eine Arbeitsgruppe gegründet. Seit Ende März erlaubt das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) Anbietern von Wertpapierfonds, auf drei neue Weisen auf Krisen zu reagieren: Rückgabefristen, Rücknahmegrenzen (Redemption Gates) und atmende Fondspreise (Swing Pricing). Durch solch frühzeitige Eingriffe soll das mögliche Drama einer Fondsschließung in Krisenzeiten verhindert werden.

Nach ersten Fortschritten bei der Einführung dieser neuen Tools kommt die Arbeitsgruppe nun offensichtlich nicht mehr so schnell voran wie anfangs. "Dieses Thema brennt uns als Fondsaufsicht wirklich sehr unter den Nägeln. Je weiter die Kursturbulenzen an den Börsen vom März zurückliegen, umso mehr ist zu beobachten, dass das Thema bei den Anbietern wieder in den Hintergrund rückt, was uns Sorge macht", betont Roegele. Tatsächlich hat sich bei den Fondsanbietern das Neugeschäft von dem Einbruch im März schon wieder erholt, so dass die Sorge vor einem Wiederaufflammen von Börsenturbulenzen im Bewusstsein der Gesellschaften in den Hintergrund gerückt ist.

Angesichts der Verzögerung ist es nun eher unwahrscheinlich, dass noch in diesem Jahr Änderungen bei den Fonds umgesetzt werden können. Immerhin wurde eine erste technische Hürde gemeistert.

- Nebenstehender Kommentar

Bericht Seite 3

Börsen-Zeitung, 16.09.2020, Autor Silke Stoltenberg, Frankfurt, Nummer 178, Seite 1, 280 Wörter

URL zum Artikel:
https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020178007&titel=BaFin-verlangt-von-Fondsbranche-mehr-Eifer
BZ Artikel twitternLinkedInXingFacebook



Serien zu Banken & Finanzen
Themendossiers zu Banken & Finanzen


Termine des Tages
Montag, 28.9.2020

Sonstiges
Erstnotiz Siemens Energy












21

0.108350 s